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Aktuell Europa

Sieben Soldaten bei Kämpfen in Ostukraine getötet

Das Blutvergießen in der Ostukraine nimmt kein Ende - trotz des formellen Waffenstillstands. Bei Gefechten mit Separatisten wurden sieben ukrainische Soldaten getötet. Das ist der höchste Verlust seit zwei Monaten.

Ein ukrainischer Soldat in einem Schützengraben in der ostukrainischen Region Donezk (Foto: AFP)

Ein ukrainischer Soldat in einem Schützengraben in der ostukrainischen Region Donezk

14 weitere Soldaten seien bei den Kämpfen mit den prorussischen Aufständischen in den vergangenen 24 Stunden verletzt worden, sagte Militärsprecher Andrej Lyssenko. Es handelt sich demnach um die schwersten Auseinandersetzungen im umkämpften Osten des Landes seit knapp zwei Monaten. Zuletzt waren dort am 24. Mai sieben Soldaten binnen eines Tages getötet worden. Damit wurden allein im Juli bereits mehr als 150 Regierungssoldaten im Konfliktgebiet getötet oder verletzt - ein Höchststand für 2016. Nach ukrainischen Angaben stieg die Zahl der Opfer im laufenden Jahr auf mehr als 120 Tote und rund 560 Verletzte - allein im Regierungslager.

Seit Beginn des Konflikts zwischen prorussischen Rebellen und regierungstreuen ukrainischen Truppen Anfang 2014 wurden insgesamt fast 9500 Menschen getötet. Die 2015 unter Vermittlung des Westens vereinbarte Feuerpause wird fast täglich gebrochen. Kiew und der Westen werfen Russland vor, die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine in ihrem Kampf gegen die Regierungstruppen zu unterstützen. Moskau bestreitet dies. Die Konfliktparteien beschuldigen sich unter anderem gegenseitig, schwere Waffen an die Front zurückzubringen - und auch einzusetzen.

Marinemanöver im Schwarzen Meer

Begleitet von Kritik aus Russland hat am Dienstag vor der Küste der Ukraine das Marinemanöver "Sea Breeze" (Seebrise) unter Führung der USA begonnen. begonnen. "Dieses Jahr sind 16 Länder dabei", sagte Konteradmiral Andrej Tarassow bei der Eröffnungszeremonie in der Hafenstadt Odessa. Bis zum 30. Juli nehmen mehr als 4000 Soldaten mit etwa 25 Schiffen aus der Ukraine sowie aus den NATO-Staaten USA, Rumänien und Türkei im Schwarzen Meer teil. Zum Einsatz kommen ebenfalls rund 20 Flugzeuge und Hubschrauber sowie etwa 140 Fahrzeuge, darunter Panzer. In den Regionen Odessa und Mykolajiw werden 700 Marineinfanteristen Landungsoperationen üben.

Ukraine Militärmanöver Sea Breeze 2015 (Foto: AFP)

Zum Manöverstart 2015 besuchte eine ukrainische Delegation den Hafen in Odessa mit dem US-Zerstörer "Donald Cook"

"Sea Breeze" findet in der Region seit 1997 statt. Russland sieht in dem Manöver eine neue Provokation - angesichts des Krieges zwischen ukrainischem Militär und moskautreuen Separatisten im Osten der Ex-Sowjetrepublik. "Solche Übungen destabilisieren die Lage", sagte der Parlamentarier Andrej Krassow, der dem Verteidigungsausschuss angehört. Kritik kam auch von Außenminister Sergej Lawrow. Die NATO und Russland werfen sich gegenseitig vor, mit Manövern und Truppenbewegungen Spannungen unnötig anzuheizen.

kle/djo (afp, dpa, rtre)