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Reise

Sicherheitslücke bei Flugbuchungen

Einen sechsstelligen Buchungscode - so wenig braucht man bei Flugreservierungen im Internet. Experten warnen nun, dass Hacker den Code leicht knacken und Flüge von Kunden umbuchen könnten.

Bei Buchungssystemen für Flugtickets im Internet gibt es offenbar Sicherheitslücken, die Computerhackern den Zugriff auf Flugtickets von Kunden ermöglichen. Da die im Internet gebuchten Tickets nicht durch Passwörter geschützt sind, können Hacker vergleichsweise einfach an bereits bezahlte Buchungen gelangen und diese Flüge etwa auf sich selbst oder auf andere Passagiere umschreiben, berichteten "Süddeutsche Zeitung", WDR und NDR unter Berufung auf IT-Sicherheitsexperten.

Hacker müssten dafür nur an die sechsstellige Buchungsnummer gelangen, die nicht durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen geschützt ist. So sei es möglich, dass ein Hacker das von einem Kunden bereits bezahlte Ticket terminlich umbucht, um damit beispielsweise einen Tag früher selbst zu fliegen. Da im "Schengen-Raum", zu dem 26 europäische Mitgliedsstaaten zählen, beim Fliegen kein Ausweis vorgezeigt werden muss, fliege der Schwindel am Flughafen zunächst nicht auf.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, zu der auch Lufthansa und Air Berlin gehören, teilte gegenüber den Medien mit, dass IT-Systeme der Unternehmen "ständig auf Sicherheitslücken untersucht" würden. Übermäßig viele Anfragen, die von einem einzelnen Rechner ausgehen, würden blockiert.

Die Berichte berufen sich auf Informationen des Unternehmens Security Research Labs. Dieses will das Problem im Amadeus-System identifiziert haben, das von zahlreichen Fluggesellschaften verwendet wird. Nach Angaben des Reisevertriebsanbieters Amadeus nutzten im vergangenen Jahr 747,3 Millionen Passagiere das System für Flug- und Zugreisen.

fm / at (AFP, Spiegel Online)