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Global Ideas

Ein sicheres Dorf für Schildkröten

Meeresschildkröten in tropischen Gewässern auf der ganzen Welt sind bei Wilderern gefragt für ihr Fleisch, ihre Eier und Haut. Eine NGO in Indien steuert gegen - mit Bildung, Ökotourismus und Plastik-Patrouillen.

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Projektziel: Schutz der Oliv-Bastardschildkröte. Sie ist bedroht durch Verschmutzung, den Diebstahl ihrer Eier und Zerstörung der Brutreviere
Projektumsetzung: Mit Unterstützung der GIZ und der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) realisiert die indische NGO Sahyadri Nisarga Mitra ihr "partizipatives Artenschutzprogramm" entlang der indischen Westküste zwischen den Dörfern Velas und Dabhol rund 100 km südlich von Mumbai. Für den Schildkrötenschutz organisiert die NGO Aufenthalte für Touristen bei lokalen Bewohnern, sowie Bildungsprogramme für 1200 Studenten von 11 Schulen in der Gegend. Müllentsorgung und Pflege der Strände stehen ebenfalls auf dem Programm
Artenvielfalt: Die indische Westküste ist ein Biodiversitäts-Hotspot - neben der Oliv-Bastardschildkröte sind hier auch die Leder- und die Karettschildkröte zu Hause


In Indien ist die Schildkröte eine der Verkörperungen des Gottes Vishnu - und somit eine mystische Figur. Aber wie auch in anderen Ländern sind diese Tiere bedroht. Ihre Eier, ihr Fleisch und ihre Haut bringen viel Geld, als Delikatesse, als Potenzmittel oder um daraus Öl zu produzieren. Die Oliv-Bastardschildkröte ist zu den Opfern dieser besonderen Nachfrage geworden. Die Zahlen dieser mittelgroßen Schildkrötenart, die weltweit entlang tropischer Küsten brütet, sind eingebrochen. Aber eine indische NGO hat sich den Schutz der Schildkröten auf die Fahnen geschrieben und arbeitet dafür mit einer Reihe von Dörfern entlang der indischen Westküste zusammen.

Um die Schildkröten zu schützen, bietet Sahyadri Nisarga Mitra (SNM) der örtlichen Bevölkerung mit dem Ökotourismus eine alternative Einkommensquelle und unterrichtet Schulkinder. Touristen besuchen die Gegend, um die Schildkröten zu beobachten, wenn sie aus dem Wasser auftauchen, um am Strand ihre Eier zu legen. Weil es keine Infrastruktur gibt, wohnen die Besucher in den Häusern der Menschen vor Ort. Außerdem sind Müll-Patrouillen unterwegs, die den Strand nach Plastiktüten absuchen, die die Schildkröten mit ihrer Leibspeise verwechseln - Quallen.

Ein Film von Bettina Thoma-Schade

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