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Menschenschmuggel

Shuttle-Service für zahlungskräftige Flüchtlinge

In Italien ist ein Schleuserring aufgeflogen, der Luxusüberfahrten für Flüchtlinge organisierte. Zwei mal pro Woche sollten Migranten übers Mittelmeer nach Europa gebracht werden, auch solche mit Verbindung zum Dschihad.

Nach Angaben der italienischen Polizei wurden 15 Personen festgenommen. Es handelt sich um italienische und tunesische Staatsbürger, die im Zuge der "Operation Skorpionfisch" seit Januar observiert und mit Haftbefehl gesucht worden waren. In verschiedenen italienischen Regionen wurden zudem Schnellboote und Fahrzeuge beschlagnahmt.

Auch im Schwarzhandel mit Tabak aktiv

Die Festgenommenen hatten laut Polizei mindestens fünf Überfahrten zwischen Tunesien und Sizilien unternommen. In einem Fall befanden sich 14 Migranten sowie Schmugglerzigaretten mit einem Gewicht von hundert Kilogramm an Bord.

Außer Migranten sollte auch ein Terrorverdächtiger in Richtung Sizilien gebracht werden, der in Tunesien wegen möglicher Verbindungen zu Dschihadisten gesucht wurde. Der Mann hatte Italien aber nicht erreicht, wie die Polizei mitteilte.

Schnellboote statt Seelenverkäufer

Die Verdächtigen organisierten "Luxusreisen" für Migranten, um diese mit Schnellbooten für bis zu 3000 Euro pro Person nach Sizilien zu bringen, so die Polizei in Palermo. Pro Überfahrt sprang ein Geschäft im Umfang von 40.000 Euro dabei heraus.

Jetzt während der Sommermonate sollten zwei Mal pro Woche Boote vom Nordosten Tunesiens aus zur Region Trapani im Westen Siziliens übersetzen. Die Passage dauert etwa vier Stunden.

uh/qu   (dpa, afp, ap)

 

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