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Top-Thema – Podcast

Shootingstar der Astronomie

2005 entdeckte Anna Frebel den ältesten bisher bekannten Stern. Heute forscht die 30-jährige Deutsche in der Spitzenliga der Astrophysik – und begeistert Studenten ebenso wie Physiker.‎

An der Universität Göttingen – eine junge Frau begrüßt gut gelaunt ihre Zuhörer: "Ich möchte Sie willkommen heißen zu einer kosmischen Achterbahnfahrt durch das frühe Universum!" Auf den ersten Blick könnte man meinen, hier spricht eine Studentin – viel älter sieht Anna Frebel nämlich nicht aus. Auf den zweiten Blick wird klar: Der Vortrag der Dozentin ist ziemlich gut – und im Publikum sitzen nicht nur Studenten, sondern auch wichtige Physiker.

Anna Frebel ist Astrophysikerin am berühmten Harvard Smithsonian Center in den USA. 2005 entdeckte sie den ältesten bisher bekannten Stern. Inzwischen ist die erst 30-jährige ein Shootingstar der Astronomie. "Ziemlich cool, oder?" ruft Anna Frebel ins Publikum, als sie von Sternenstaub redet. Sie klingt begeistert. In 90 Minuten erklärt sie, was vom Urknall bis heute geschah und erzählt, wie alles im Universum entstanden ist.

Ihr Interesse für das Universum kam mit 14 oder 15 Jahren – inspiriert durch Star Trek und den ersten Besuch in der Göttinger Sternwarte. Damals hätte sie nicht gedacht, dass sie eines Tages für ihre Arbeit mehrmals im Jahr um die ganze Welt fliegen würde. Über das Klischee vom weltfremden Wissenschaftler kann Anna nur lachen: "Die Sachen, mit denen ich mich jeden Tag rumschlage, haben mit Astronomie wenig zu tun. Mein Computer stürzt ab oder das Rechenprogramm funktioniert nicht mehr. Die Probleme sind total real."

Realität ist auch, dass Anna Frebel in ihrem Job eine von wenigen Frauen ist. Eigentlich kein Problem, findet sie. Doch das Gefühl, als junge Frau von Männern unterschätzt zu werden, kennt sie auch. Aber statt sich darüber zu ärgern, überzeugt sie Kritiker auf ihre Art: "Ich gebe dann lieber einen guten Vortrag, schreibe ein richtig gutes Paper oder finde wieder irgendeinen neuen tollen Stern."

Glossar

Shootingstar, der (aus dem Englischen) – eine Person, für die sich plötzlich sehr viele interessieren

Astronomie, die – die Wissenschaft der Erforschung des → Universums

Spitzenliga, die – umgangssprachlich für: die Gruppe der besten

Astrophysik, die – die Wissenschaft der physischen Eigenschaften des Universums

kosmisch – das Weltall betreffend

Achterbahnfahrt, die – gemeint ist: etwas Spannendes/Aufregendes

Universum, das – der Raum, in dem sich Planeten, Sonnen und andere Himmelskörper befinden; der Weltraum

Dozentin, die – jemand, der an der Universität unterrichtet

Sternenstaub, der – kleinste Teile im → Universum

Urknall, der – der Beginn des Universums

sich von etwas inspirieren lassen – durch etwas auf neue Ideen kommen (Substantiv: die Inspiration)

Sternwarte, die – ein Ort zur Beobachtung des Himmels und der Sterne

Klischee, das – das Vorurteil

weltfremd – so, dass man sich nur für die Wissenschaft interessiert

sich mit etwas rumschlagen – umgangssprachlich für: sich mit etwas beschäftigen

abstürzen – hier: nicht mehr funktionieren

von jemandem unterschätzt werden – von jemandem für nicht gut genug gehalten werden

Paper, das (englisch) – hier: ein wissenschaftlicher Text

Fragen zum Text

1. Für Anna Frebels Vorträge interessieren sich sowohl Studenten, als auch …

a) zukünftige Dozenten.

b) wichtige Physiker.

c) mehrere Spitzenligen.

2. Die junge Physikerin ist …

a) eine weltfremde Dozentin.

b) eine Kritikerin des Universums.

c) der Shootingstar der Astronomie.

3. Anna Frebel interessiert sich für das Universum, seitdem …

a) sie einen Vortrag in Harvard gehört hat.

b) sie die Sternwarte in Göttingen besucht hat.

c) sie eine kosmische Achterbahnfahrt gemacht hat.

4. Wer eine gute Idee haben möchte, sucht nach …

a) Inspiration.

b) Motivation.

c) Klischees.

5. Junge Wissenschaftlerinnen werden von Männern oft …

a) begeistert.

b) abgestürzt.

c) unterschätzt.

Arbeitsauftrag

"Shootingstars" gibt es nicht nur in der Wissenschaft. Wer ist für Sie ein "Shootingstar"? Schreiben Sie einen kurzen Text, in dem Sie die Person vorstellen und beschreiben Sie, warum Sie gerade diese Person gewählt haben. Präsentieren Sie ihre Ergebnisse im Kurs.

Autor/in: Gönna Ketels/Lukas Völkel

Redaktion: Raphaela Häuser

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