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Bücher

Sherko Fatah mit Kunstpreis ausgezeichnet

Der Schriftsteller Sherko Fatah ist von der Akademie der Künste mit dem "Großen Kunstpreis Berlin" geehrt worden. Sein Thema sind die Spannungen zwischen Europa und der arabischen Welt.

Seiner Literatur wohne eine politische und existenzielle Dringlichkeit inne, wie sie selten zu erleben sei, heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis wurde Fatah am Mittwochabend von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller und dem Präsidenten der Akademie der Künste Klaus Staeck verliehen.

Literat zwischen zwei Kulturen

Sherko Fatah ist der Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen. Er wurde 1964 in Ost-Berlin geboren. 1975 ging die Familie zunächst nach Wien und anschließend nach West-Berlin, wo Fatah Philosophie und Kunstgeschichte studierte. Sein Leben ist geprägt von zwei Sprachen, zwei Kulturen, einer Kindheit in der damaligen DDR und einer Jugend im umtriebigen Westteil Berlins. Regelmäßig besucht er Verwandte im Irak. Sein Hauptthema ist das Spannungsfeld zwischen der arabischen und der westlichen Welt. 2001 erschien sein erster Roman "Im Grenzland". Sein jüngstes Buch "Der letzte Ort" wurde im Herbst 2014 veröffentlicht und handelt von der Entführung eines Deutschen und seines Übersetzers durch islamistische Terrorgruppen im Irak.

Buchcover Der letzte Ort von Sherko Fatah (Bild: Luchterhand)

Sherko Fatahs aktueller Roman "Der letzte Ort"

Ein großer und sechs kleine Kunstpreise

Die Akademie der Künste vergibt seit 1971 im Auftrag des Landes Berlin den "Kunstpreis Berlin - Jubiläumsstiftung 1848/1948". Der Preis wurde in Erinnerung an die März-Revolution von 1848 vom Berliner Senat gestiftet. Er wird jährlich am 18. März in zwei Formaten verliehen: Neben dem "Großen Kunstpreis Berlin" werden zusätzlich sechs Preisträger mit dem "Kunstpreis Berlin" ausgezeichnet. Jeweils eine von der Akademie vertretene Kunstsparte wird dabei prämiert. Der Große Kunstpreis ist mit 15.000 Euro dotiert und die sechs Kunstpreise mit je 5000 Euro.

Die Preisträger des "Kunstpreis Berlin"

Die aus Belgrad stammende Medienkünstlerin Marta Popivoda hat den Kunstpreis für Bildende Kunst ergalten. Der Architekt Achim Menges wurde in der Sparte Baukunst ausgezeichnet. Der Preis für Musik wurde aufgeteilt: Die Komponisten Marena Whitcher aus der Schweiz und Rafael Nassif aus Brasilien teilten sich das Preisgeld. Der Schriftsteller Thomas Melle bekam für seinen Roman "3000 Euro" die Auszeichnung für Literatur. Den Kunstpreis für Darstellende Kunst erhielt das Tanzkollektiv "laborgras". In Film- und Medienkunst bekam Andrey Zvyagintsev aus Novosibirsk den Preis.

hjh/ld (Akademie der Künste,dpa)

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