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Kultur

Shame & Scandal bei der NASA?

Sabotage am Space-Shuttle und Medienberichte über angetrunkene Astronauten sorgen wenige Tage vor dem geplanten Start der Raumfähre Endeavour für Aufregung bei der NASA.

Die Raumfähre Endeavour nach dem Start im November 2002

Die Raumfähre "Endeavour" nach dem Start im November 2002

Ein Mitarbeiter einer Firma, die für die US-Raumfahrtbehörde im Weltraumbahnhof Cape Canaveral arbeitet, zerschnitt Kabel eines Raumfähren-Computers, wie die Internetseite space.com berichtete. Dies habe die NASA bestätigt.

Trotz der Sabotage soll der bisherige Fahrplan zum Start der "Endeavour" eingehalten werden. Der Computer werde repariert und die Raumfähre planmäßig am 7. August zur internationalen Raumstation (ISS) abheben, sagte ein NASA-Manager laut space.com.

Bereits vor einer Woche habe die Firma, die für die Lieferung und den Einbau des betroffenen Computers in die Raumfähre verantwortlich sei, über das Problem berichtet. Der betroffene Computer soll unter anderem Daten über Einschläge kleiner Weltraum-Teilchen auf der ISS sammeln und keinen Einfluss auf die Flugsicherheit haben. Die zerstörten Kabel seien leicht zu erkennen gewesen und schnell entdeckt worden. Weder für die "Endeavour" noch für die ISS hätte eine Gefahr bestanden, sagte ein Nasa-Sprecher.

Alkoholexzesse im All?

Zudem sind in der Vergangenheit anscheinend mehrfach Astronauten unter Alkoholeinfluss ins All geflogen. Astronauten ist in den zwölf Stunden vor einem Start jeglicher Alkoholkonsum strikt untersagt. Die frühere Shuttle-Kommandeurin Eileen Collins äußerte sich überrascht über den Bericht zum Alkoholkonsum. Dies passe nicht zu dem, was sie selbst erlebt habe, sagte Collins. Sie sehe der Veröffentlichung weiterer Details daher gespannt entgegen.

Die stellvertretende Verwaltungschefin der NASA, Shana Dale, bestätigte am Freitag in Cape Caneveral (Florida) jedoch, dass US-Astronauten angetrunken in den Weltraum gestartet seien. Nähere Einzelheiten nannte sie nicht. Eine interne Untersuchung soll nun die Vorgänge prüfen.

NASA-Ärzte und -Mitarbeiter hätten in mindestens zwei Fällen vor dem Abflug von Raumfähren vor Sicherheitsrisiken wegen erheblich angetrunkener Astronauten gewarnt, hatte das US-Magazin Aviation Week & Space Technology zuvor berichtet. Dabei bezog sich die Fachzeitschrift auf einen Untersuchungsbericht der NASA im Zusammenhang mit dem Skandal um die Astronautin Lisa Nowak.

Astronautin verhaftet

Die Untersuchung über den psychischen und physischen Zustand der Astronauten war nach der Verhaftung der Astronautin Lisa Nowak in Auftrag gegeben worden. Nowak war wegen eines Eifersuchtsdramas entlassen worden. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft lauerte sie im Februar einer Rivalin um die Gunst eines Astronauten-Kollegen auf, um sie zu entführen.

Die "Endeavour" war seit mehr als vier Jahren nicht mehr im All. Sie sei grundlegend überholt und wie zuvor andere US-Shuttles mit neuer Sicherheitstechnik ausgestattet worden, teilte die NASA mit. Bei der anstehenden Mission soll sie elf Tage im All verbringen. Mindestens drei Außeneinsätze an der ISS seien für die Astronauten vorgesehen. (wga/je)

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