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Aktuell Kultur

Shakespeares "Hamlet" auf Welttournee

Das Ensemble des Londoner Globe Theatre bricht auf zu einer Tournee durch 205 Länder, um dort "Hamlet" aufzuführen. Eröffnet wird die Tournee am 450. Geburtstag William Shakespeares in der britischen Hauptstadt.

Es ist die bisher ambitionierteste Tournee des Globe Theatre: Zwölf Schauspieler und vier Techniker reisen mit einer mobilen Bühne zwei Jahre lang rund um die Welt. Von Europa soll es zunächst nach Nord- und Südamerika gehen, dann zieht die Truppe weiter nach Afrika, Australien und Asien. Selbst in der Antarktis ist eine Hamlet-Aufführung geplant. Die Bühne soll in traditionellen Theatern ebenso aufgebaut werden wie in Palästen, auf Dorfplätzen und an Stränden.

Die Kosten für das Theaterprojekt "Globe to Globe Hamlet" werden nur zum Teil von den bereisten Ländern gedeckt. Das restliche Geld soll über Sponsoren hereinkommen. Das Globe Theatre veranschlagt hierfür 200.000 britische Pfund (umgerechnet rund 240.000 Euro). Kurz vor der Eröffnung der Welttournee ist zwar gerade ein Siebtel dieser Summe zugesagt worden. Doch Regisseur Dominic Dromgoole ist optimistisch, dass sich bald weitere Sponsoren für das Projekt finden.

Umstrittene Aufführung in Nordkorea

Der geplante Auftritt in Nordkorea hat jüngst für heftige Diskussionen gesorgt: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert, angesichts des Leides Zehntausender Nordkoreaner in Arbeitslagern sei die Aufführung des Theaterstücks "schwarze Ironie". Denn anders als Hamlet setze sich Kim Jong-Un nicht mit seinem Gewissen auseinander.

Diese Kritik weist das Globe Theatre zurück: "Hamlet" rege zu Diskussion und Dialog an. Und schließlich habe Shakespeare sein Stück zu einer Zeit geschrieben, da England ebenfalls unter einem "repressiven und zeitweise gewalttätigen Staatsregime" stand.

kd/ld (Globe Theatre, ai, dpa)

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