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Sezen Tatlici, Gründerin Typisch Deutsch e.V.

Um auf die Diskrepanz aufmerksam zu machen, in der die in Deutschland geborenen Kinder von Migranten leben, gründete Sezen den multikulturellen Verein „Typisch Deutsch“.

Es ist nicht zu leugnen – Deutschland ist bunter geworden. Doch immer noch wird Sezen Tatlici auf ihr „fremdländisches Aussehen“ angesprochen, obwohl sie einen deutschen Pass besitzt.

Sezen Tatlici ist eine echte Berliner Göre und liebt ihren Schöneberger Kiez – trotzdem wird sie oft für eine Ausländerin gehalten oder als Deutsch-Türkin beschrieben. Dabei ist sie so „typisch deutsch“ wie ihre Vereinskollegen Martin Hyun, Abdullah Ince oder Joshua Lupemba. Typisch Deutsch, so nannte Sezen Tatlici den multikulturellen Verein, den sie mit ihren Freunden - alles Migrantenkinder, die wie sie in Berlin aufgewachsen sind - 2010 gegründet hat: Ausgangspunkt war eine polemische Debatte über Integration, die Deutschland damals beherrschte. „Typisch Deutsch“ geht in Schulen um Themen wie Identität, Integration, Heimat und vieles mehr rund um das Leben in Deutschland zu diskutieren. Und seit dem letztem Schuljahr ist der Verein sogar in einem niedersächsischen Geschichtsbuch verewigt – Titel: „Wurzeln unserer Identität“. Sezen Tatlici ist stolz darauf, dass sie als türkisch-arabischstämmige Person nun in der deutschen Geschichte auftaucht. Ihre Vision vom „bunten Deutschland“ scheint – so langsam – Wirklichkeit zu werden…

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