1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Asien

Seuchengefahr in Indien und Pakistan

In Indien und Pakistan sind hunderttausende Menschen wegen der heftigen Überflutungen von der Außenwelt abgeschnitten. Millionen sind auf der Flucht. Die Angst vor Seuchen grassiert.

Seit knapp zwei Wochen halten nun die schweren Überschwemmungen in Indien und Pakistan an. In Indien sind vor allem die Regionen Jammu und Kaschmir betroffen. Laut Berichten des Fernsehsenders NDTV waren dort am Wochenende rund 150.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten, ebensoviele Menschen konnten in Sicherheit gebracht werden. 80 Flugzeuge und Hubschrauber seien im Einsatz, um die Menschen zu befreien und sie mit Hilfsgütern zu versorgen. Neue Regenfälle haben die Rettungsmaßnahmen aber immer wieder behindert. Durch die Überschwemmungen sind wichtige Straßen nicht befahrbar. Unzählige Menschen sind obdachlos und den Regenfällen, die nach Wettervorhersagen noch bis Montag anhalten sollen, schutzlos ausgesetzt.

Verdrecktes Wasser und Stromausfälle in Indien

Auch in der Millionenstadt Srinagar, die von dem übergetretenen Fluss Jhelum verwüstet worden ist, warteten Menschen auf Dächern und in oberen Etagen von Hochhäusern auf Hilfe. Rettungskräfte vor Ort berichten von Tierkadavern und Müll, die im Wasser treiben und furchtbar stinken. In einem Krankenhaus der Stadt starben nach Angaben der Nachrichtengenatur IANS 14 Kinder, weil der Strom und damit die medizinischen Geräte ausfielen.

Indien Überschwemmung 13.09.2014

Überschwemmungen in der Stadt Srinagar

Die Krankenlager sind überfüllt. Viele Menschen haben Durchfall, Infektionen und Ausschläge, wie die Zeitung "Hindustan Times" berichtet. Sauberes Trinkwasser sei knapp. "Unsere größte Sorge ist ein Seuchenausbruch", sagte Mahraj-Ud-Din Shah, der Leiter von Kaschmirs Katastrohenbehörde.

Insgesamt starben in Indien bei den schlimmsten Überflutungen seit Jahrzehnten bereits über 200 Menschen.

Über zwei Millionen Menschen in Pakistan betroffen

In Pakistan sind vor allem die Regionen Punjab, Sindh, Gilgit-Baltistan und die Grenzregion Kaschmir betroffen. Am Sonntag starben allein 17 Menschen, als ihr Boot in einem reißenden Fluss kenterte. Insgesamt sind in Pakistan mindestens 280 Menschen ums Leben gekommen. Knapp 2,3 Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen.

Gesprengter Deich in Multan

Gesprengter Deich in der Zwei-Millionen Stadt Multan im pakistanischen Teil Kaschmirs

In mehr als 100 pakistanischen Dörfern warten die Bewohner auf Hilfe. Mit Deichsprengungen versuchten Rettungskräfte eine weitere Überflutung der bereits unter Wasser stehenden Metropole Multan im pakistanischen Teil Kaschmirs zu verhindern.

chr / sti (afp, dpa)

Die Redaktion empfiehlt