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Aktuell Nahost

Serie von Terroranschlägen im Irak

Terroristen haben den Irak mit einer Welle von blutigen Attentaten und Autobombenanschlägen überzogen. In Bagdad überlebte Gesundheitsminister Amin eine der Attacken.

Bei den Terrorattacken, die sich auf fünf Provinzen erstreckten, sind nach Angaben von Augenzeugen und Polizisten insgesamt mindestens 30 Menschen getötet worden, mehr als 60 Menschen wurden verletzt. Die meisten Opfer gab es in den Provinzen Salaheddin, Kirkuk und Anbar. In der Hauptstadt Bagdad überlebte Gesundheitsminister Madschid Amin einen Attentatsversuch. Er sei unverletzt geblieben, hieß es. Die irakische Nachrichtenagentur Sumeria News meldete, fünf seiner Leibwächter seien aber verletzt worden. Neben ihnen war in der Hauptstadt Bagdad eine Autobombe explodiert.

Weitere Bilanz des Terrors

Hauptschauplätze der Anschläge waren - neben der Hauptstadt selbst - die Stadt Samarra, nördlich von Bagdad gelegen, Kirkuk im Norden des Landes und Ramadi, im Westen gelegen.In Ramadi wurden nach Behördenangaben acht Zivilisten und Polizisten getötet. Dort detonierten an zwei Orten kurz hintereinander Autobomben.

In Kirkuk detonierte in der Nähe einer Polizeiwache eine Autobombe, durch die nach Angaben von Polizei und Rettungskräften neun Menschen in den Tod gerissen wurden. Fast gleichzeitig wurden bei drei Anschlägen in schiitischen Stadtteilen der Hauptstadt Bagdad sechs Menschen getötet. Drei Menschen wurden nach offiziellen Angaben in Samarra getötet.

Nördlich der Stadt Bakuba sprengte sich nach Berichten lokaler Medien zudem ein Selbstmordattentäter vor dem Haus eines Offiziers der Nationalen Sicherheitskräfte in die Luft. Er riss einen Zivilisten mit in den Tod.

Der Irak erlebt seit dem Abzug der letzten US-Truppen aus dem Land im vergangenen Dezember eine schwere politische Krise: Es brach ein offener Machtkampf aus zwischen Sunniten und Schiiten aus. Seitdem stieg auch die Zahl der Anschläge wieder deutlich an.

hp/qu (dpa, dapd, afp)