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Politik

September

Im September geschah das Ereignis des Jahres, für das in historischer Perspektive das Jahr 2001 stehen wird: die Terror-Anschläge in den USA.

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Das World Trade Center kurz nach dem Anschlag

Historische Entschuldigung

Der September begann außenpolitisch mit einer Konferenz. Im südafrikanischen Durban tagte die von den Vereinten Nationen veranstaltete Weltkonferenz gegen Rassismus.

Bundesaußenminister Joschka Fischer nahm die Gelegenheit wahr, um sich im Namen Deutschlands für die deutsche Schuld an Kolonialismus, Sklaverei und Ungerechtigkeit gegenüber der Dritten Welt zu entschuldigen: "Vergangenes Unrecht lässt sich nicht ungeschehen machen. Aber Schuld anzuerkennen, Verantwortung zu übernehmen und sich seiner historischen Verpflichtung zu stellen kann den Opfern und ihren Nachkommen zumindest die ihnen geraubte Würde zurückgeben. Ich möchte dies deshalb hier und heute für die Bundesrepublik Deutschland tun."

Die Konferenz war schon im Vorfeld überschattet von schweren Auseinandersetzungen über den Nahen Osten und den Zionismus. Die USA und Israel zogen schließlich ihre Delegationen zurück, die Europäische Union war ohnehin nur mit niedrigrangigen Delegationen angereist.

Zeitenwende

Die Verstimmungen über die beinahe gescheiterte Konferenz wurden jedoch schon bald durch ein Ereignis in den Hintergrund gedrängt, das die weiteren Entwicklungen des Jahres bestimmen sollte: die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington am 11. September. US-Präsident George W. Bush in einer seiner ersten Erklärungen: "Heute hatten wir eine nationale Tragödie. Zwei Flugzeuge sind in das World Trade Center geflogen in einem offensichtlichen terroristischen Anschlag auf unser Land. Ich habe mit dem Vizepräsidenten gesprochen, mit dem Gouverneur von New York und mit dem Direktor des FBI. Ich habe angeordnet, dass die vier Ämter der Bundesregierung den Opfern und ihren Familien helfen werden, und dass eine groß angelegte Untersuchung eingeleitet wird, um diejenigen zu finden, die diese Taten vollbracht haben. Terrorismus gegen unsere Nation wird nicht geduldet. Bitte schließen Sie sich mir an in einer Minute des Schweigens. Möge Gott die Opfer segnen, ihre Familien und Amerika."

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