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Aktuell Europa

Separatistenführer in Ostukraine getötet

Einer der führenden Kommandeure der prorussischen Separatisten in der Ostukraine ist bei einem Anschlag getötet worden. Das melden russische und ukrainische Medien und sprechen von einem möglichen Sabotageakt.

Wie die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft des Separatistengebiets Luhansk weiter berichtete, geriet Alexej Mosgowoi, Kommandeur eines Polizeibataillons, in einen Hinterhalt. Sein Auto sei in der Nähe von Alchewsk in die Luft gesprengt und dann mit Maschinengewehren beschossen worden. Bei dem Attentat seien auch sechs weitere Menschen ums Leben gekommen.

Es liegen keine Informationen darüber vor, wer für den Anschlag verantwortlich ist. Derzeit werde geprüft, ob es sich um einen Sabotageakt einer "Agentengruppe" handele, teilten die Behörden der Rebellen in der selbsternannten Republik Luhansk mit.

Die von Mosgowoi geführte Brigade mit dem Namen "Prizrak" (Geist) war in einige der erbittertsten Kämpfe in dem Konflikt im Osten der Ukraine verwickelt, dem mehr als 6200 Menschen binnen eines Jahres zum Opfer fielen. Mosgowoi hatte zu Beginn des Aufstandes gegen die Zentralregierung in Kiew im vergangenen Jahr mehrere Städte unter seine Kontrolle gebracht. Später kritisierte er wiederholt die Führung der Rebellen. Laut Nachrichtenagentur Tass gab es schon vorher mehrere Versuche, Mosgowoi zu töten. Im Dezember setzten die USA ihn auf ihre Schwarze Liste von in den Ukrainekonflikt verwickelten Menschen, die mit Sanktionen belegt werden.

qu/gri (rtr, afp, dpa)