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Sport

Sensationssieg zum Europa-Auftakt

Williams-Pilot Maldonado feiert einen Überraschungssieg in Barcelona. Alonso wird Zweiter, Räikkönen Dritter. Vettel verteidigt als Sechster die WM-Führung, Schumacher scheidet vorzeitig aus.

Ungläubig ließ er sich auf die Schultern von Ferrari-Pilot Fernando Alonso und Kimi Räikkönen (Lotus) heben, dabei strahlte Pastor Maldonado vor Freude. Zum allerersten Mal hat mit ihm ein Venezolaner ein Formel-1-Rennen gewonnen. Der Williams-Pilot, der die Pole Position vom zurückgestuften Lewis Hamilton geerbt hatte, machte dennoch auf dem Siegerpodium eine gute Figur. Und er hielt die Saison weiter spannend, denn Maldonado ist bereits der fünfte Sieger im fünften Rennen.

Vettel bester Deutscher

Einen deutschen Fahrer suchte man auf dem Podium vergeblich. Titelverteidiger Sebastian Vettel wurde in seinem Red Bull nach einer grandiosen Aufholjagd in den letzten Runden Sechster und konnte seine Führung im Gesamtklassement gerade eben noch vor Alonso verteidigen. Der spanische Lokalmatador zog jedoch nach Punkten gleich. Dritter der Gesamtwertung ist McLaren-Fahrer Lewis Hamilton, der nach seinem Fauxpas in der Qualifikation als Letzter starten musste und nach nur zwei Boxenstopps und einer wilden Fahrt Achter wurde. Hamilton hatte die Pole Position verloren, weil er sein Auto auf Befehl seines Teams noch auf der Strecke abgestellt hatte – es war zu wenig Benzin im Tank und das wurde von der Rennleitung bestraft.

Sebastian Vettel beim Rennen in Barcelona. (Foto: Jan Woitas dpa)

Titelverteidiger Sebastian Vettel wurde Sechster

Mercedes-Fahrer Nico Rosberg kam auf Rang sieben, sein Teamkollege Michael Schumacher schied bereits in der 13. Runde nach einem Auffahrunfall mit Bruno Senna aus. "Idiot", fluchte Schumacher über den Boxenfunk und gab später zu Protokoll: "Er fährt mir auf eine Art und Weise vor das Auto, die inakzeptabel ist." Die Rennkommissare bestraften Schumacher allerdings wegen Verursachung einer Kollision. Beim nächsten Rennen in zwei Wochen in Monaco wird er um fünf Plätze nach hinten versetzt. Nico Hülkenberg schaffte es im Force-India-Mercedes auf Platz zehn und damit unter die Top Ten. Marrusia-Pilot Timo Glock erreichte Position 18.

Kein Start-Ziel-Sieg für Maldonado

Die längste Startgerade der Formel 1 wurde Maldonado gleich zum Verhängnis: Alonso überholte schon vor der ersten Kurve und ging in Führung. Auch nach dem ersten Reifenwechsel-Reigen blieb Alonso vor Maldonado. Vettel, der nach dem Unfall Schumachers trotz gelber Flaggen nicht schnell genug vom Gas gegangen war, kassierte eine Durchfahrtsstrafe, die ihn um drei Plätze zurückwarf. "Ohne die Strafe wäre vielleicht Platz fünf möglich gewesen. Mehr war aber nicht drin, dafür waren die vorne zu schnell", sagte Vettel. Nach dem zweiten Boxenstopp übernahm dann Maldonado die Führung, die er knapp vor Alonso in das Ziel rettete. Getrübt wurde die Williams-Freude allerdings durch ein Feuer, das nach dem Siegerfoto in der Box ausbrach und dort für beträchtlichen Sachschaden sorgte.  Insgesamt wurden 31 Menschen verletzt, sieben mussten ins Krankenhaus gebracht werden.