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Sport

Sensationssieg vor Weltrekordkulisse

Vor mehr als 77.000 Zuschauern hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Sie gewann das WM-Auftaktspiel gegen die USA mit 2:1 nach Verlängerung.

Deutschlandfahnen werden im Publikum geschwenkt. Foto: AP

Riesenjubel auf Schalke

Bundespräsident Köhler freut sich über ein Trikot mit seinem Namen. Foto: AP

Bundespräsident Köhler freut sich über ein Trikot

Der Rekord ist geknackt. 77.803 Zuschauer verwandelten die zum Eishockeystadion umfunktionierte Arena in Gelsenkirchen in ein Tollhaus. Noch nie zuvor verfolgten so viele Menschen ein Eishockeyspiel. Der bisherige Rekord stand bei 74.554 Zuschauern, aufgestellt 2001 bei einem Spiel in den USA.

Auch Bundespräsident Horst Köhler, der die Weltmeisterschaft vor dem Auftaktspiel zwischen WM-Gastgeber Deutschland und den USA offiziell eröffnete, war beeindruckt von der Kulisse: "Wenn ich das Publikum hier sehe und höre, ist das schon einmal ein guter Anfang."

Leidenschaftlicher Kampf

Und auch die deutsche Mannschaft begann verheißungsvoll. Im ersten Drittel hielt das Team von Bundestrainer Uwe Krupp gegen die klar favorisierten US-Boys, die bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver immerhin Silber gewonnen hatten, gut mit.

Eishockeyfeld im Scheinwerferlicht der ausverkauften Schalker Arena. Foto: AP

Fast 78.000 Zuschauer sorgten für Fußballatmosphäre beim Eishockeyspiel

Mit 0:0 ging es in die Pause. Schon dieses Zwischenresultat durfte als kleiner Erfolg verbucht werden. Doch es kam noch besser. Nach 25 Minuten stand die Arena vollends Kopf. Der Iserlohner Stürmer Michael Wolf erzielte das 1:0 für die deutsche Mannschaft. Von den Zuschauern lautstark angefeuert, kämpfte das Team weiter leidenschaftlich und rettete die Führung in die zweite Drittelpause.

Siegtreffer in der Verlängerung

Deutschlands Stürmer Wolf trifft zum 1:0. Foto: AP

Wolf (r.) erzielt das 1:0

Im Schlussdrittel stemmte sich die deutsche Mannschaft um den überragenden Augsburger Torwart Dennis Endras gegen die nun immer druckvoller aufspielenden US-Amerikaner. In der 49. Minute war die Verteidigung jedoch machtlos: Ryan Carter traf zum 1:1. Mit Glück und Geschick rettete die deutsche Mannschaft den ersten Punkt bei diesem WM-Turnier über die reguläre Spielzeit. In der Verlängerung gab es den zweiten Punkt dazu. Bereits nach 21 Sekunden erzielte Felix Schütz, der in Portland in den USA spielt, den Siegtreffer zum 2:1.

Das nötige Glück gehabt

"Manchmal wird harte Arbeit belohnt", sagte Bundestrainer Krupp nach der Partie. "Wir wussten, dass wir in der Defensive absolut solide sein müssen. Wir haben heute auch das nötige Glück gehabt." Ein Jahr nach dem WM-Debakel von Bern und drei Monate nach dem enttäuschenden Auftritt bei den Olympischen Spielen in Vancouver setzte die deutsche Mannschaft endlich wieder ein Ausrufezeichen. Nächster Gegner ist am kommenden Montag (10.05.2010) in Köln Finnland. Am Mittwoch (12.05.2010) trifft das deutsche Team dann, ebenfalls in Köln, auf die Auswahl Dänemarks.

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Jürgen Bergheim