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Kultur

Sensationeller Fund in Mexiko

Archäologen haben unter der Pyramide von Teotihuacán einen 138 Meter langen Tunnel in die Unterwelt entdeckt - und eine Schatzkammer. Nun erhoffen sie sich neue Erkenntnisse über die untergegangene Kultur.

Rund 50 Opfergaben und Kultgegenstände seien 1800 Jahre lang verschüttet gewesen, sagte Ausgrabungsleiter Sergio Gómez am Mittwoch bei der Präsentation der Schätze. Darunter fanden sich Edelsteine, Statuen, Riesenmuscheln Knochen von Raubkatzen und Weihrauchbehälter. "Für die Menschen von Teotihuacán symbolisierte der Tunnel den Eingang in die Unterwelt", sagte Gómez weiter. Wahrscheinlich bestatteten sie dort auch ihre Herrscher.

Der Tunnel liegt in einer Tiefe von 18 Metern zwischen der Sonnenpyramide von Teotihuacán und dem Tempel der gefiederten Schlange, der bereits 2003 entdeckt worden war. Außer den zehntausenden Kultgegenständen, die 103 Meter hinter dem Eingang vergraben waren, stießen die Forscher auch auf einen "Sternenhimmel": Die Mauern und Gewölbe des Tunnels seien mit einem metallischen Puder überzogen gewesen, berichtete Gómez. Sobald Menschen mit Fackeln den Tunnel betreten hätten, sei alles wie ein glitzernder Sternenhimmel erstrahlt.

Berühmteste Ruinenanlage des Landes

Zur Blütezeit im 5. und 6. Jahrhundert war Teotihuacán die wichtigste Metropole Mesoamerikas und eine der größten Städte der Welt. Im 14. Jahrhundert fanden die Azteken sie verlassen vor. Die berühmte Ruinenanlage liegt nordöstlich von Mexiko-Stadt und wurde 1987 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Sie ist eine der wichtigsten Touristenattraktionen des Landes.

Ihre Entstehung liegt allerdings ebenso im Dunkeln wie ihr Untergang. Nun erhoffen sich die Forscher neue Einblicke in die Kultur des mysteriösen Volkes. Die Funde ließen die Geschichte der Hochkultur noch einmal in einem neuen Licht erscheinen, betonte die Direktorin des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte, María Teresa Franco.

suc/nf (dpa/ntv)