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Fit & gesund

Seltene Erkrankung - Schlaganfall durch krankes Herz

Ein Schlaganfall tritt auf, wenn ein Blutgefäß im Gehirn durch ein Gerinnsel verstopft ist. Davon sind zu einem großen Anteil Menschen im höheren Alter betroffen. Aber auch Jüngere kann ein Schlaganfall treffen, selbst Jugendliche. Dann hat das lebensbedrohliche Ereignis aber meist ganz spezielle Ursachen.

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Die Schlaganfall-Ursachen sind prinzipiell die gleichen. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Häufigkeit. Anders als bei älteren Betroffenen ist bei den unter 50-Jährigen jeder zweite Schlaganfall durch eine Blutung bedingt. Für jeden vierten durch Gefäßverschluss ausgelösten Schlaganfall kann trotz aufwendiger Diagnostik keine eindeutige Ursache festgestellt werden. Zu den vergleichsweise häufigeren Ursachen eines Hirninfarkts bzw. einer Hirnblutung bei jüngeren Betroffenen zählen genetisch bedingte (Stoffwechsel-) Erkrankungen, die zu Gefäßmissbildungen bzw. Störungen der Blutgerinnung führen können. Herzklappenerkrankungen begünstigen die Entstehung von Blutgerinnseln. Ein offenes Loch in der Trennwand zwischen den Vorhöfen des Herzens (offenes Foramen ovale) ermöglicht es Blutgerinnseln, vom venösen in das arterielle System überzutreten. Ein Hirninfarkt ist die mögliche Folge. Eine weitere Schlaganfall-Ursache sind so genannte Dissektionen, feinste Einrisse in den Innenwänden hirnversorgender Arterien, die das betroffene Blutgefäß einengen. Im schlimmsten Fall kommt es zum Gefäßverschluss. Der Konsum bestimmter Drogen (Kokain, Amphetamine, Ecstasy) ist nachweislich sowohl für Hirnblutungen als auch für Hirninfarkte verantwortlich. Aber auch schon bei Menschen, die jünger als 50 Jahre alt sind, spielen Ablagerungsprozesse (Arteriosklerose) in den Arterien eine Rolle. Im Vergleich zu älteren Personen ist die "Arterienverkalkung" jedoch sehr viel seltener die Hauptursache für einen Schlaganfall.