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Asien

Selbstmordattentat im Süden Sri Lankas

Ein Selbstmordattentäter hat im Süden Sri Lankas mindestens 14 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Regierung beschuldigt die tamilischen Rebellen - und behauptet, diese seien fast geschlagen.

Prozession von Muslimen, im Hintergrund explodiert die Bombe (Foto: AP)

Bei der Prozession explodierte die Bombe

Mindestens 41 weitere Menschen wurden am Dienstag (10.03.2009) bei dem Anschlag in der etwa 150 Kilometer südlich von Colombo gelegenen Stadt Akuressa verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ein Mann habe sich vor einer Moschee in die Luft gesprengt, als dort mehrere Politiker an einem Empfang zu Milad-un-Nabi, dem Geburtstag des Propheten teilnahmen.

Unter den Opfern sollen auch Kulturminister Mahinda Yapa Abeywardena und Telekommunikationsminister Mahinda Wijesekera sein. Wijesekera werde in der Intensivstation eines örtlichen Krankenhauses behandelt, sagte ein Polizeisprecher.

Tamilische Kinder in einem Flüchtlingslager (Foto: AP)

Tamilische Kinder in einem Flüchtlingslager

Das Verteidigungsministerium machte Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) für die Tat verantwortlich. Im Norden Sri Lankas kämpft die Armee gegen die LTTE, die ihre Forderung nach einem eigenen Staat für die tamilische Minderheit mit Gewalt durchzusetzen versucht. Die LTTE-Rebellen werden häufig für Selbstmordanschläge verantwortlich gemacht.

Schwere Kämpfe im Norden

Seit mehreren Monaten versucht die Regierung in Colombo, die Rebellenstützpunkte im Norden der Insel mit einer Militäroffensive einzunehmen. Am Tag vor dem Anschlag hatte die Regierung bekanntgegeben, dass bei den Kämpfen am Wochenende mindestens 150 Aufständische getötet worden seien. Die verbliebenen Elite-Einheiten der LTTE hätten versucht, den Belagerungsring der Armee um ihre letzte Zufluchtsstätte im Nordosten zu durchbrechen. Es seien wahrscheinlich insgesamt noch mehr Rebellen getötet worden.

Die Regierungstruppen haben die Aufständischen auf ein Gebiet von etwa 45 Quadratkilometern zurückgedrängt. Am Sonntag hatte die Regierung bekannt gegeben, die Kämpfe seien in ihrer "finalen Phase". Bei dem seit 1972 anhaltenden Bürgerkrieg sind mindestens 70.000 Menschen ums Leben gekommen. (sam)

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