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Aktuell Asien

Selbstmordattentat erschüttert Pakistan

Bei einem Selbstmordanschlag im Norden Pakistans sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Polizei sprengte sich ein Mann in der Stadt Khar im Grenzgebiet zu Afghanistan in die Luft.

Sicherheitskräfte untersuchen den Tatort des Bombenanschlags im Norden Pakistan (Foto: EPA)

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Der Anschlag ereignete sich am Morgen, als sich zahlreiche Menschen im halbautonomen Stammesgebiet Bajaur auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule befanden. Ein Mitarbeiter der Regierung sagte, der Attentäter habe sich einem Kontrollpunkt der Sicherheitskräfte unweit des Marktes zu Fuß genähert und den Sprengstoff in seiner Weste gezündet.

Fünf Getötete waren demnach Angehörige der Sicherheitskräfte, darunter vermutlich ein ranghoher Kommandeur. Die übrigen Todesopfer waren Passanten, darunter eine Frau und mehrere Schulkinder. Mindestens 20 erlitten Verletzungen. Dutzende Geschäfte wurden durch die Detonation zerstört.

Kommandeur im Visier

Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu der Tat. Ein Sprecher sagte, Ziel des Anschlags sei der Kommandeur der Stammespolizei gewesen. Die Truppe ist im halbautomen Stammesgebiet für Recht und Ordnung verantwortlich und kooperiert im Kampf gegen Extremisten eng mit den regulären pakistanischen Sicherheitskräften.

Bajaur liegt an der Grenze zu Afghanistan und gilt als Rückzugsgebiet von Aufständischen. Auch Angehörige des Terrornetzwerks Al-Kaida sollen sich dort versteckt halten. Erst am Donnerstag waren in der Bergregion bei einem Doppelanschlag fünf Menschen getötet worden, darunter drei Stammespolizisten.

kle/pg (dpa, dapd, afp, rtr)