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Nigeria

Selbstmordattentäter greifen Hilfszentrum in Nigeria an

Selbst ein Drehkreuz der Flüchtlingshilfe ist nicht tabu: In Nigeria greift eine ganze Gruppe von Selbstmordattentätern eine Stadt an, in der viele Migranten leben. Elf Menschen sterben.

Nigeria Selbstmordattentäter greifen Hilfs-Zentrum in Maiduguri an (picture alliance/dpa/AP Photo/H. Suleiman)

Sieben Selbstmordattentäter greifen Maiduguri in Nigeria an - das Ausmaß der Zerstörung ist groß

Nur einem der insgesamt sieben Angreifer sei es gelungen, seinen Sprengsatz in dem Ort Maiduguri im Nordosten des Landes zu zünden, sagte Mohammed Kanar von der nationalen Katastrophenhilfe (Nema). Die anderen Terroristen hätten andere Ziele in dem Ort angegriffen, sie hätten im letzten Augenblick aber gestoppt und getötet werden können.

Augenzeugen berichteten von mindestens vier getöteten Zivilisten. Ob sie bei der Explosion des einen Sprengsatzes oder bei Schießereien mit den anderen Angreifern starben, war zunächst unklar. Hinter dem Angriff im Bundesstaat Borno des westafrikanischen Staates wird die islamistische Terrormiliz Boko Haram vermutet. Die Gruppe bekannte sich zunächst nicht zu der Tat.

Viele Hilfsgüter verbrannten

Ein Selbstmordattentäter habe seinen Sprengsatz unter einem mit Gütern beladenen Lastwagen zur Explosion gebracht, sagte Kanar. Insgesamt 13 Fahrzeuge, die vermutlich Hilfslieferungen für Flüchtlinge geladen hatten, seien ausgebrannt.

Maiduguri gilt als ein Zentrum der durch den Terror der Boko Haram ausgelösten Flüchtlingskrise. Die sunnitischen Extremisten terrorisieren seit 2009 Teile Nigerias und angrenzende Gebiete im Tschad, Niger und Kamerun, wo sie einen Gottesstaat errichten wollen. Rund 2,7 Millionen Menschen sind nach UN-Angaben in der Region auf der Flucht. Bei Angriffen der Gruppe wurden mindestens 14.000 Menschen getötet.

haz/ust (afp, dpa)