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Aktuell Nahost

Selbstmordanschlag bei Fußballspiel im Irak

Die Menschen waren gekommen, um ihre Mannschaft anzufeuern. Während der Siegerehrung des Amateur-Spiels zündete der Attentäter seinen Sprenggürtel und riss mindestens 30 Menschen mit dem Tod.

Der Selbstmordanschlag ereignete sich in dem Ort Iskandariya in der Provinz Babel, rund 40 Kilometer südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad. Auf einer Militäranlage fand dort ein Amateur-Fußballspiel statt. Als die Menschen den Sieger der Partie ehrten, sprengte sich der Attentäter inmitten der Zuschauer in die Luft. Er riss mindestens 30 Menschen mit in den Tod. Mehr als 50 Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt, wie die Polizei mitteilte. Rettungswagen brachten die Verletzten in Kliniken. Sicherheitskräfte riegelten den Tatort ab, um weitere Angriffe auf Helfer zu verhindern.

Zahl der Toten könnte noch steigen

Unter den Todesopfern ist nach Angaben des örtlichen Krankenhauses auch der Bürgermeister des Dorfes. Er sei seinen schweren Verletzungen erlegen, sagte ein Arzt. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte.

Laut der Nachrichtenagentur Amaq bekannt sich die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zu der Tat. Der IS kontrolliert weite Teile des Irak. Die Organisation startet immer wieder Attacken auf Mitglieder der Glaubensrichtung der Schiiten.

Weiterer schwerer Anschlag in Babel-Provinz

Der IS hatte auch für einen Selbstmordanschlag am 6. März in der Provinzhauptstadt Hilla die Verantwortung übernommen. Damals waren mehr als 60 Menschen getötet und mehr als 70 weitere verletzt worden, als Attentäter einen mit Sprengstoff beladenen Tanklastzug inmitten einer Schlange wartender Autos an einem Kontrollposten am Ortseingang zur Detonation brachten. Die Explosion unweit der Ruinen von Babylon zerstörte laut den Sicherheitskräften nicht nur den Kontrollpunkt, sondern eine nahe gelegene Polizeiwache sowie einige Häuser und zahlreiche Autos. Es war der schwerste Anschlag im Irak seit Beginn des Jahres.

cw/sti (dpa, afp, rtrf, sid)