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Nahost

Selbstmordanschlag auf US-Soldaten

Bei einem Selbstmordattentat gegen die alliierten Truppen sind mehrere US-Soldaten getötet worden. Unterdessen hat das US-Militär Berichte über eine Unterbrechung des alliierten Vormarsches zurückgewiesen.

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US-Armee will Vormarsch fortsetzen

In der rund 150 Kilometer von Bagdad entfernten Stadt Nadschaf hat ein Selbstmordattentäter vier Amerikaner getötet. Das US-Zentralkommando hatte zunächst von fünf Toten gesprochen und berichtigte sich dann. US-Oberst Andrew Wallace erklärte am Samstag (29.3.), die Opfer gehörten zur ersten Brigade der dritten Infanteriedivision. Der Anschlag habe sich an einem US-Kontrollposten nördlich von Nadschaf ereignet.

Ein Taxi habe in der Nähe des Kontrollpostens angehalten, der Fahrer habe um Hilfe gewunken. Daraufhin hätten sich die Soldaten dem Auto genähert, das dann explodiert sei, erklärte Wallace dem Fernsehnachrichtendienst APTN am Samstag. Wann sich der Zwischenfall ereignete, war zunächst unklar. Das US-Zentralkommando Mitte in Katar erklärte, ihm sei der Bericht bekannt. Es war der erste Selbstmordanschlag gegen amerikanische oder britische Truppen seit Kriegsbeginn am 20. März.

"Keine Pause auf dem Schlachtfeld"

Derweil hat die amerikanische Militärführung in Katar Medienberichte über eine mögliche Unterbrechung des alliierten Vormarsches dementiert. "Ich denke, in Bezug auf eine Pause, es gibt keine Pause auf dem Schlachtfeld", sagte Generalmajor Victor Renuart am Samstag auf einer Pressekonferenz des US-Central Command in Katar. Renuart betonte, es gebe nicht die Absicht, nun eine Pause einzulegen. "Wir werden uns weiter auf unsere Einsätze konzentrieren", versicherte er. Es habe zwar Angriffe auf die Nachschublinien der US-geführten Truppen gegeben, die Transporte seien jedoch nicht gestoppt worden.

Britische Medien hatten zuvor unter Berufung auf US-Militärkreise gemeldet, dass der Vormarsch auf Bagdad angesichts von Nachschubproblemen und wegen des irakischen Widerstandes offenbar unterbrochen wurde. Dies hatte eine britischer Militärsprecher dementiert. Die Verbände an der Front würden lediglich "neu versorgt", sagte er.

Alliierte und irakische Streitkräfte haben sich nach Medienberichten in der Nacht zu Samstag heftige Gefechte in der seit Tagen umkämpften südirakischen Stadt Basra geliefert. Während der gesamten Nacht seien Gewehrschüsse und Geschützfeuer zu hören gewesen, berichtete ein Reporter des katarischen Fernsehsender El Dschasira. Die Kämpfe hätten insbesondere den Südosten der Millionenstadt betroffen, wo britische Truppen irakische Kämpfer belagerten. Irakische Soldaten hätten auf ein Aufklärungsflugzeug gefeuert. US-Kampfhubschrauber vom Typ Apache bombardierten den Flughafen im Südwesten der Stadt, wie der Reporter weiter berichtete.

Flughafenausbau in Nordirak

In Bagdad wurde bei einem Angriff mit Marschflugkörpern das Informationsministerium beschädigt. Schäden habe es auf dem Dach und an den Antennenanlagen gegeben, berichteten Korrespondenten.

Unterdessen trafen im Nordirak weitere Soldaten und Kriegsmaterial der Alliierten ein. Nach einem CNN-Bericht wurde dort ein Flughafen bei der Ortschaft Harir weiter ausgebaut. (mik)

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