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Aktuell Asien

Selbstmordanschlag auf NATO-Soldaten

Bei einem Angriff von zwei Selbstmordattentätern sind im Osten Afghanistans drei Soldaten der NATO-geführten Schutztruppe ISAF getötet worden. Die Zahl der zivilen Opfer ist zum ersten Mal seit Jahren wieder gesunken.

Nach Aussagen der Polizei der Provinz Kunar griffen die Aufständischen in der Provinzhauptstadt Asad Abad eine Gruppe von ISAF-Soldaten an. Dem Anschlag sollen drei US-Soldaten und ein Afghane zum Opfer gefallen sein. Der Polizeichef sagte, die Truppe sei auf ihrem Weg zum Gebäude des Provinz-Gouverneurs gewesen, als die Sprengsätze der Selbstmordattentäter zündeten. Die Taliban haben sich zu den Anschlägen bekannt.

Taliban verfolgen neue Strategie

Bis 2014 sollen die ISAF-Truppen weitgehend abzogen werden. Nach Angaben der Webseite icasualties.org starben von Januar bis Juni dieses Jahres 220 ISAF-Soldaten. Das sind 62 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der getöteten Zivilisten soll zum ersten Mal seit fünf Jahren gesunken sein - und zwar um 15 Prozent, heißt es in einem Halbjahresbericht der UN-Mission in Afghanistan (Unama). In den ersten sechs Monaten wurden dennoch 1145 Zivilisten getötet und 1954 verletzt.

Für einen Großteil der verlorenen Menschenleben machen die Vereinten Nationen die Taliban verantwortlich, die immer gezieltere Anschläge auf regierungstreue Bürger verübten. Die Zahl solcher Attentate habe um 53 Prozent zugenommen, berichtet Unama aus Kabul. Die Weltorganisation sieht darin ein Zeichen der Schwäche. Die Strategie – weg von Gefechten, hin zu gezielten Anschlägen - könne ein Indiz dafür sein, dass die Aufständischen an Boden verlieren.

lg/rb (afp, dpa)

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