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Fußball

Selbstbewusstsein tanken in Europa

Drei deutsche Vereine starten in die Gruppenphase der Europa League. Dort warten auf den VfB Stuttgart, Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen zum Auftakt machbare Aufgaben.

Spieler des VfB Stuttgart versteckt sein Gesicht unterm Trikot (Foto: dpa)

Stuttgart hofft auf ein Erfolgserlebnis

Endlich ist wieder Europapokal. So oder so ähnlich werden einige der Stuttgarter Spieler denken. Zumindest diejenigen, die auch in der vergangenen Saison schon dabei waren. Auch damals war der VfB schwach in die Bundesliga gestartet, zeigte in der Champions League aber bessere Leistungen. Nun soll das auch in der Europa League gelingen. Nach drei Niederlagen zum Bundesliga-Auftakt tut ein Erfolg gegen Young Boys Bern, den Schweizer Vizemeister, bitter Not. "Ich erwarte einen dynamischen VfB", sagte Stuttgarts Trainer, der Schweizer Christian Gross. "Es wird nicht einfach, die sind gut. Aber wir wollen auf die Erfolgsstraße zurück. Das Spiel soll Signalwirkung haben."

Dabei könnte auch VfB-Kapitän Matthieu Delpierre helfen, der nach einer Verletzung vor der Rückkehr ins Team steht. Zwar sind die Berner in der Schweizer Liga derzeit nur Achter, in der Champions-League-Qualifikation konnten sie gegen Tottenham Hotspur aber beeindrucken. Einen klaren Favoriten in Stuttgarts Gruppe H zu benennen, in der außerdem der FC Getafe aus Spanien und Odense BK aus Dänemark spielen, fällt schwer.

Bayer mit Lücken im Mittelfeld

Mit großen Verletzungssorgen hat Bayer Leverkusen zu kämpfen. Im Heimspiel gegen Rosenborg BK aus Trondheim muss die Werkself neben Michael Ballack auch auf Mittelfeldspieler Renato Augusto verzichten.

Jubel Renato Augusto und Michael Ballack (Foto: AP)

Sie werden fehlen: Renato Augusto (oben) und Michael Ballack (re.) sind verletzt

Nationalspieler Simon Rolfes ist nach seiner langen Verletzung ebenfalls noch nicht wieder fit. Mit dem Selbstvertrauen ist es Bayer derzeit nicht sehr weit her: Nach der 3:6-Heimklatsche gegen Mönchengladbach konnten die Leverkusener am vergangenen Wochenende gegen Hannover 96 gerade noch aus einem aus einem 0:2 ein 2:2-Unentschieden machen. ""Wir müssen mehr Leidenschaft zeigen", erklärte Trainer Jupp Heynckes, woran es mangelt. "Wir müssen versuchen, wieder die Spielfreude zu gewinnen, die uns stark gemacht hat. Das ist eine Aufgabe der gesamten Mannschaft, nicht eines einzelnen Spielers oder einzelner Mannschaftsteile."

Shinji Kagawa (Foto: dpa)

Dortmunds Kagawa ist in Topform

Der norwegische Meister kommt mit Rückenwind nach Leverkusen. In der heimischen Liga, die im November zu Ende geht, sind die Schwarz-Weißen noch ohne Niederlage und steht kurz vor der Titelverteidigung. Eine hohe Hürde sollte Rosenborg, wo der ghanaische Nationalspieler Anthony Annan und der ehemalige Rostocker Stürmer Rade Prica die wichtigsten Spieler sind, aber dennoch nicht darstellen. Spielerisch, körperlich und von der Schnelligkeit ist Bayer deutlich überlegen. Neben Rosenborg bekommt es Leverkusen in Gruppe B mit Aris Saloniki und Atletico Madrid zu tun.

Lust auf diesen Wettbewerb

Anthony Annan (Foto: dpa)

Mittelfeldmotor Anthony Annan

Zunächst in die Fremde muss als einziger deutscher Vertreter Borussia Dortmund. In der Ukraine trifft der BVB auf einen unbekannten Gegner. Karpaty Lviv (sprich Le-wief) steht in der heimischen Liga im Schatten von Dynamo Kiew und Schachtjor Donezk. Auf die leichte Schulter nehmen wollen die Dortmunder ihren Gegner aber dennoch nicht. Vielmehr plant Trainer Jürgen Klopp die Ukrainer mit begeisterndem Spiel zu überraschen.

"Man soll uns in diesem Spiel ansehen, dass wir lange nicht mehr dabei waren", fordert Trainer Jürgen Klopp. "Wir haben Lust auf diesen Wettbewerb. Wir gehen weder als Favorit noch als Außenseiter in das Spiel. Wir wollen dem Gegner das Leben sehr schwer machen und unser Spiel so weit wie möglich durchdrücken." Die weiteren Gruppengegner der Dortmunder, der FC Sevilla und Paris St. Germain, sind deulich schwerer einzuschätzen als die Ukrainer. Ein guter Auftakt wäre wichtig, schließlich kommen nur die Ersten und Zweiten der Gruppen eine Runde weiter. Und Selbstbewusstsein für die Bundesliga geben Siege im Europapokal auch.

Autor: Andreas Ziemons
Redaktion: Olivia Fritz

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