Segel-Olympiasieger Simpson ertrunken | Sport-News | DW | 10.05.2013
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Sport-News

Segel-Olympiasieger Simpson ertrunken

Der britische Segel-Olympiasieger Andrew Simpson ist beim Training für den America's Cup in der Bucht von San Francisco ums Leben gekommen. Das 22-Meter-Boot, zu dessen Crew Simpson gehörte, war gekentert.

Der britische Segel-Olympiasieger Andrew Simpson ist beim Training für den traditionsreichen America's Cup in der Bucht von San Francisco ertrunken. Simpson wurde 36 Jahre alt. "Unser gesamtes Team ist zutiefst erschüttert", sagte Paul Cayard, Geschäftsführer des schwedischen Teams Artemis Racing. "Unser Beileid gilt Andrews Frau und seiner Familie." Der Riesen-Katamaran war nördlich der künstlichen Insel Treasure Island aus noch ungeklärter Ursache gekentert und auseinandergebrochen. Während die anderen zehn Crewmitglieder schnell geborgen werden konnten, war Simpson etwa zehn Minuten lang unter dem 22-Meter-Boot eingeklemmt. Versuche, ihn nach seiner Bergung wiederzubeleben, scheiterten. Ein weiterer Segler wurde leicht verletzt.

Gold und Silber bei Olympia

Andrew Simpson war erst im Februar zum Artemis-Team gestoßen. Die Segler bereiteten sich auf den Louis Vuitton Cup vor. Bei diesem Wettbewerb wird zwischen Juli und September ermittelt, wer gegen den America's-Cup-Titelverteidiger, das US-Team Oracle, antreten darf. Simpson hatte mit Artemis-Teamdirektor Iain Percy bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking die Gold- und 2012 in London die Silbermedaille in der Starboot-Klasse gewonnen.

1999 hatte es schon einmal einen tödlichen Trainingsunfall beim America's Cup gegeben. Martin Wizner, Mitglied einer spanischen Crew, war damals von einem gebrochenen Teil des Boots am Kopf getroffen worden und kurz danach gestorben. Der America's Cup ist die bekannteste und älteste noch ausgetragene Segelregatta der Welt. Erstmals wurde das Rennen 1851 gestartet.

sn/ck (sid, dpa)