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Politik & Gesellschaft

Seehofer dementiert Nachfolge-Debatte um Wulff

In der Kredit-Affäre um Bundespräsident Wulff hat CSU-Chef Seehofer Berichte zurückgewiesen, man suche bereits einen Nachfolger. Wulff selbst setzt offenbar darauf, die Krise um sein Amt unbeschadet zu überstehen.

Porträt Seehofer (Foto: dapd)

Es gibt keinen Plan B, meint Seehofer

Es existiere kein Plan B dafür, dass Wulff doch zurücktreten müsse, sagte CSU-Chef Horst Seehofer am Sonntag (08.01.2012) im Deutschlandfunk. "Den gibt es nicht, ausdrücklich: Nein!" Seehofer bekräftigte, dass die Schwesterparteien CDU und CSU hinter dem Staatsoberhaupt stünden.

Laut Berichten der Zeitungen "Rheinische Post" und "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", haben sich die Parteichefs der schwarz-gelben Koalition, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Philipp Rösler (FDP) und Horst Seehofer (CSU) bereits auf ein Verfahren zur Nominierung eines neuen Kandidaten geeinigt.

Die Koalition sei -so die Berichte- auf der Suche nach einer Person, die auch für die Sozialdemokraten akzeptabel wäre. Im Gespräch seien der frühere Umweltminister Klaus Töpfer oder Bundestagspräsident Norbert Lammert (beide CDU), so die "Frankfurter Allgemeine Sonntagzeitung". Nach Informationen der "Rheinischen Post" wird auch Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) immer wieder genannt.

Nahles will Neuwahlen

Von Seiten der Opposition forderte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles im Falle eines Rücktritts von Bundespräsident Wulff Neuwahlen. "Wenn nach Horst Köhler noch einmal ein Bundespräsident zurücktritt, müsste es Neuwahlen geben", sagte Nahles der Zeitung "Bild am Sonntag". Die Kanzlerin müsse sich dann dem Votum der Wähler stellen: "Die Affäre Wulff ist jetzt auch eine Affäre Merkel."

Wulff selbst, der wegen eines Privatkredits und seines Umgangs mit den Medien in der Kritik steht, soll sich derweil zuversichtlich gezeigt haben, dass er die Krise bald überstanden haben werde.

"In einem Jahr ist das alles vergessen", soll er laut "Bild am Sonntag" bei einem Neujahrsempfang für seine Mitarbeiter gesagt haben. Der Präsident habe versichert, er wolle bis 2015 einen guten Job machen und sei zuversichtlich, "dass dieses Stahlgewitter bald vorbei ist", so das Blatt.

uh/kle (dpa,dapd,rtr)

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