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Aktuell Nahost

Sechs jordanische Soldaten sterben bei Anschlag an Grenze zu Syrien

Jordanien ist das einzige arabische Land, das sich an den Luftangriffen gegen den "Islamischen Staat" beteiligt. Dass der Anschlag auf das Konto der Terrormiliz geht, ist noch nicht sicher, aber sehr wahrscheinlich.

Jordanische Soldaten im Bezirk Rukban beobachten die Grenze zu Syrien (Foto: picture-alliance/dpa/J. Nasrallah)

Jordanische Soldaten im Bezirk Rukban beobachten die Grenze zu Syrien

Bei einem Bombenanschlag an der jordanisch-syrischen Grenze sind mindestens sechs jordanische Soldaten getötet worden. 14 weitere Soldaten wurden verletzt, als der Sprengsatz am frühen Morgen an dem Grenzposten nahe einem Flüchtlingslager explodierte, wie Sicherheitskräfte mitteilten.

In dem behelfsmäßig errichteten Flüchtlingslager an einem Grenzübergang im Bezirk Rukban haben zehntausende Syrer Schutz vor den Kämpfen in ihrem Land gesucht. Im vergangenen Monat hatte es wegen einer Intensivierung der Kämpfe in Syrien wieder verstärkt Fluchtbewegungen gegeben. In Rukban, einer abgelegenen Wüstengegend im Nordosten Jordaniens, kamen Anfang Mai binnen weniger Tage 5500 syrische Flüchtlinge an.

Fast 1,4 Millionen syrische Flüchtlinge in Jordanien

Jordanien beherbergt bereits fast 1,4 Millionen Flüchtlinge aus dem Nachbarland, in dem der Bürgerkrieg seit mehr als fünf Jahren andauert. Nur 630.000 dieser Flüchtlinge sind offiziell bei den Vereinten Nationen registriert. Jordanien beteiligt sich seit dem Jahr 2014 als einziges arabisches Land an den Luftangriffen einer US-geführten Militärallianz gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien.

Ein jordanischer Kampfpilot wurde im Dezember 2014 von Dschihadisten gefangen genommen, als er mit seinem Flugzeug in Syrien abstürzte. Im darauffolgenden Februar veröffentlichte der IS Fotos der Hinrichtung des Mannes. Jordanien verstärkte daraufhin seine Luftangriffe auf den IS und öffnete einen Luftwaffenstützpunkt für die Kampfjets anderer Länder der Allianz.

sti/fab (afp, dpa)