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Sport

Schwimmerin Härle holt EM-Gold

Freiwasserschwimmerin Isabelle Härle gewinnt bei der EM in Berlin den ersten deutschen Titel. Die Team-Weltmeisterin siegt über fünf Kilometer. Thomas Lurz holt zudem seine zweite Medaille binnen 20 Stunden.

Team-Weltmeisterin Isabelle Härle hat bei der EM in Berlin die erste Goldmedaille für die deutschen Schwimmer gewonnen. Die 26-Jährige aus Essen schlug nach 57:55,7 Minuten über fünf Kilometer auf der Regattastrecke Grünau als Erste an. Zweite wurde mit 34,2 Sekunden Rückstand die Niederländerin Sharon van Rouwendaal, die tags zuvor über die doppelte Distanz gesiegt hatte, vor Mireia Belmonte Garcia (Spanien). Die 18-jährige Patricia-Lucia Wartenberg kam als Neunte ins Ziel. Einen Platz dahinter landete die gleichaltrige Finnia Wunram (beide Deutschland), die über zehn Kilometer 17. geworden war.

"Kann grad nicht so viel denken"

Unmittelbar nach ihrem Sieg wurde sie gefragt, wie groß die Freude nach Gold im Fünf-Kilometer-Rennen bei der Heim-EM in Berlin sei. Ihre Antwort: "Ich bin echt so froh. Dafür trainiert man das ganze Jahr und reißt sich den Arsch auf, damit man irgendwann mal ganz oben steht. Die letzten drei Tage war ich so nervös, ich kann gerade nicht so viel denken."

Isabelle Härle schwamm in den letzten Jahren lange Zeit der Weltspitze hinterher - bis sie ihre Stärke im Freiwasser entdeckte. Bei den Schwimm-Europameisterschaften in Berlin ging sie als Medaillenkandidatin über die fünf Kilometer an den Start - jetzt wurde es sogar die Goldmedaille. Sie ist also gerüstet für ihr Fernziel Olympia 2016. An der Copacabana - am berühmten Strand von Rio werden bei den Olympischen Spielen die Freiwasserwettbewerbe stattfinden.

Lurz holt Silber

Weniger als 20 Stunden nach seiner Bronzemedaille über fünf Kilometer hat Freiwasser-Rekordweltmeister Thomas Lurz seinen sechsten EM-Titel knapp verpasst. Der 34-Jährige kam auf der Regattastrecke Berlin-Grünau über die olympischen zehn Kilometer nur 2,8 Sekunden hinter dem niederländischen Sieger Ferry Weertman (1:49:56,2 Stunden) als Zweiter ins Ziel. Bronze holte sich der Russe Jewgeni Dratsew. Christian Reichert belegte den elften Platz, Andreas Waschburger wurde 20. "Diese Silbermedaille ist mehr wert als andere Silbermedaillen, weil ich der einzige war, der beide Strecken geschwommen ist", sagte Lurz. Beeindruckend steckte er die Belastung des Fünf-Kilometer-Rennens knapp 20 Stunden zuvor weg.

Erwartungen erfüllt

Die Freiwasserschwimmer erfüllten damit bereits am zweiten Tag ihre EM-Zielvorgabe: Nachdem Rekordweltmeister Thomas Lurz am Morgen Silber über zehn Kilometer geholt hatte, hat der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) bereits vier Medaillen auf dem Konto. Am Wochenende stehen dann noch die Entscheidungen für das Team und über 25 Kilometer an.