1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Schweres Zugunglück in Frankreich

Bei einem schweren Bahnunfall im lothringischen Zoufftgen sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Ein Regionalexpress und ein Güterzug sind zusammen gestoßen.

Die Karte zeigt den Ort Zoufftgen in Frankreich, nahe der deutschen Grenze

Am Unglücksort

Ein mit knapp 20 Berufspendlern besetzter doppelstöckiger Regionalexpress aus Luxemburg stieß in einer Kurve mit voller Wucht mit einem Güterzug zusammen, der von Thionville in Richtung Luxemburg unterwegs war. Die Lokomotiven verkeilten sich ineinander. Güterwaggons sprangen aus den Gleisen und zertrümmerten einen Waggon des Regionalzugs, in dem Passagiere eingeklemmt wurden.

Karte Zugunglück in Frankreich Zoufftgen

Nur eine Fahrspur

Auf Grund von Bauarbeiten war nur eine Fahrspur in Betrieb, der Zugverkehr verlief abwechselnd in beide Richtungen. Der Personenzug aus Luxemburg war auf das zur Verfügung stehende Gleis ausgewichen, auf dem ihm der Güterzug entgegenkam, sagte der SNCF-Sprecher.

"20 bis 30 Sekunden lag gab es nur Lärm, Lärm, Lärm", sagte der luxemburgische Zugkontrolleur, der das Unglück mit ein paar Rippenbrüchen überlebte, im Fernsehen. "Nichts hat den Aufprall
angekündigt."

Die Bergung der Opfer sei sehr schwierig, sagte ein Eisenbahner. "Feuerwehrleute steigen auf die Fahrzeuge um Fahrgäste zu erreichen, die noch in dem Passagierzug stecken." Helfer schnitten die verkeilten Trümmer auf. "Das ist ein Rennen gegen die Zeit", sagte ein Feuerwehrmann. "Man muss die Eingeklemmten so schnell wie möglich
erreichen, mit ihnen sprechen und womöglich Transfusionen geben, bis sie geborgen werden können."

Luxemburg schickte 150 Helfer zur Unterstützung der 100 französischen Rettungskräfte am Unfallort wenige Kilometer von der deutschen Grenze. Der Unfall ereignete sich bei einer Baustelle, an der der Verkehr eingleisig vorbeigeführt wurde. Ersten Untersuchungen zufolge soll eine falsche Weichenstellung auf luxemburgischer Seite
den Unfall verursacht haben. Der französische Güterzug habe freie Fahrt gehabt. Güterlok und Regionalzug waren neu und funktechnisch
gut ausgerüstet. (kas)

  • Datum 11.10.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/9Eey
  • Datum 11.10.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/9Eey