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Aktuell Europa

Schweres Zugunglück in der Schweiz

Bei einem Frontalzusammenstoß von zwei Zügen in der Schweiz ist einer der beiden Lokführer getötet worden. Nach wie vor ist unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

Der zunächst vermisste Lokführer habe nur noch tot geborgen werden können, teilte die Polizei im Kanton Waadt am frühen Dienstagmorgen mit. Der Mann war am Montagabend bei dem Zusammenstoß zweier Personenzüge in Granges-près-Marnand im Kanton Waadt in dem Wrack seiner Lokomotive eingeklemmt worden.

Bei der Kollision wurden zudem 35 Menschen verletzt, fünf von ihnen schwer. Die beiden Züge waren am frühen Abend in Granges-près-Marnand aufeinander geprallt, wie die Polizei mitteilte. Ein Zug war von Lausanne nach Payerne unterwegs, der andere fuhr dieselbe Strecke in die Gegenrichtung.

Warum die beiden Züge der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) zusammenstießen, war zunächst unklar. Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein. Auf Fernsehbildern waren die schwer beschädigten Loks zu sehen, die sich teilweise ineinander verkeilt hatten.

Ineinander verkeilte Züge, im Vordergrund Rettungskräfte (Foto: Reuters)

Nach einem vermissten Lokführer wird noch gesucht

Zur Bergung der Verletzten wurden zahlreiche Rettungswagen zur Unglücksstelle entsandt, auch Hubschrauber wurde eingesetzt, um die Schwerverletzten in verschiedene Krankenhäuser zu bringen. Alle Insassen des Zuges waren Schweizer. Die Bahnverbindung zwischen Lucens und Payerne im französisch sprechenden Teil der Schweiz soll voraussichtlich den ganzen Tag gesperrt bleiben, teilte die Bahngesellschaft mit.

Zuletzt hatte es in der Schweiz im Januar ein ähnliches Unglück gegeben, als im Bahnhof Neuhausen am Rheinfall zwei S-Bahnzüge aufeinanderprallten. 17 Menschen wurden dabei verletzt.

pg/gmf (dpa, afp)