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Ostmitteleuropa

Schwerer Verdacht gegen ungarischen hohen Polizeioffizier

– Kontakte zu Geldwäscherbanden

Budapest, 21.1.2004, PESTER LLOYD, deutsch

Die Staatsanwaltschaft verhaftete am vergangenen Wochenende Csaba Molnár, den früheren Leiter der Geldwäsche-Abteilung der Polizeibehörde gegen die Organisierte Kriminalität. Er soll von Organen der Nationalen Sicherheit beobachtet worden sein, wobei festgestellt wurde, dass er zu Personen der arabischen Unterwelt, die sich in Ungarn mit illegalem Geldwechsel beschäftigen, Kontakte pflegte. Molnár behauptet, dass diese Kontakte Teil seiner Arbeit gewesen seien und er über die Treffen und die (eher wertlosen) Geschenke, die er von seinen Kontakten erhalten habe bzw. welche er ihnen überreichte, vorschriftsmäßig berichtete. Die Affäre, besonders die Tatsache, dass die entsprechenden Akten zunächst für 45 Jahre als geheim eingestuft wurden, erregte Aufsehen, da Molnár auch bei der Aufdeckung der Affäre der K&H Bank eine wichtige Rolle spielte. Die Entwicklung legt den Verdacht nahe, dass Politiker in dieser Weise Geheimnisse bewahren möchten. Über die vermuteten Verfehlungen Molnárs berichtete zuerst die oppositionelle Presse. Nach Protesten um die Geheimeinstufung der Akten wurde diese nach der Verhaftung Molnárs rückgängig gemacht. (fp)

  • Datum 21.01.2004
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  • Permalink http://p.dw.com/p/4amY
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