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Sport-News

Schwerer Unfall bei Belgien-Rundfahrt

Auf der dritten Etappe krachen zwei Begleitmotorräder ins Fahrerfeld - ein Belgier erleidet schwere Kopfverletzungen und liegt im Koma. Vier weitere Fahrer müssen mit Brüchen ins Krankenhaus.

Die Serie schwerer Unfälle bei Profi-Radrennen verursacht durch Begleitmotorräder reißt nicht ab. Laut Nachrichtenagentur Belga soll es auf der dritten Etappe der Belgien-Rundfahrt auf einer Abfahrt rund 65 Kilometer vor dem Ziel zu einer Kollision von zwei Motorrädern - eines davon habe am Straßenrand gestanden - gekommen sein. Beide Maschinen rutschten in das Feld und erfassten die Fahrer. Das Rennen wurde zunächst neutralisiert und schließlich abgebrochen.

"Schon wieder ein schlimmer Unfall mit Motorrädern", schrieb der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, der mit im Peloton war, bei Twitter. "Was wir jetzt brauchen, ist ein runder Tisch mit dem Weltverband UCI, den Organisatoren der Rennen und den Fahrern. Wir müssen Veränderungen forcieren und einen einheitlichen Sicherheitsstandard bei jedem Rennen festlegen."

Broeckx mit schweren Kopfverletzungen

Den Belgier Stig Broeckx erwischte es wohl am schlimmsten. Der 26 Jahre alte Teamkollege von André Greipel aus dem Team Lotto-Soudal erlitt offenbar schwere Kopfverletzungen. Notärzte behandelten Broeckx auf der Straße minutenlang. Der Profi war schon zu Beginn der Saison beim Rennen Kuurne-Brüssel-Kuurne von einem Motorrad umgefahren worden. Nun liegt er im Universitätsklinikum von Aachen im Koma. Das berichtet die belgische Zeitung "Het laatste Nieuws". Neben Broeckx mussten vier weitere Fahrer ins Krankenhaus gebracht werden, darunter auch der Schwede Fredrik Ludvigsson vom deutschen Team Giant-Alpecin. Er soll sich eine Schulterverletzung zugezogen haben. Der Belgier Pieter Jacobs soll sich den Unterarm gebrochen haben, sein Landsmann Jaap de Man mehrere Rippen.

Der Weltradsportverband reagierte prompt und machte via Twitter darauf aufmerksam, erst kürzlich strikte Regeln für das Verhalten von Motorrädern bei Rennen erlassen zu haben. Zudem will UCI die Einhaltung dieser Regeln genaustens beobachten.

Der Weltverband steht wegen der Ereignisse der vergangenen Monate unter Druck. Beim Halbklassiker Gent-Wevelgem kam im März der belgische Radprofi

Antoine Demoitié ums Leben

, nachdem er von einem Motorrad erfasst worden war.

sw/asz (dpa, sid)

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