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Aktuell Asien

Schwerer Taifun trifft Japan

Die Naturgewalten halten die Japaner weiter in Atem. Zum zweiten Mal innerhalb nur einer Woche wird das Inselreich von einem Taifun erfasst. In den nächsten Tagen könnte "Vongfong" die Hauptstadt Tokio erreichen.

Der Taifun "Vongfong" überzog das 1600 Kilometer südlich von Tokio gelegene Urlaubsparadies Okinawa mit heftigem Regen und starkem Wind. Mindestens 20 Menschen wurden verletzt, wie lokale Medien meldeten. Mehr als 400 Flüge wurden gestrichen, der Flughafen der Provinzhauptstadt Naha geschlossen. Die nationale Wetterbehörde warnte die Bewohner vor weiteren Sturmböen, hohem Wellengang und starken Niederschlägen. Auf den Okinawa-Inseln gab es heftigen Regen und starken Wind, der zum Ausfall der Stromversorgung bei 17.000 Haushalten führte. Satellitenaufnahmen von "Vongfong" zeigten das Idealbild eines Sturms mit einem perfekten Auge.

Sturm schwächt sich langsam ab

"Vongfong" bewegte sich nur langsam mit 15 Kilometern in der Stunde weiter. Die Windgeschwindigkeiten nahe seinem Zentrum erreichten mehr als 230 Kilometer in der Stunde. Der japanische Wetterdienst teilte mit, der Wirbelsturm schwäche sich weiter ab. "Vongfong" war bereits zuvor von einem Supertaifun wie dem Sturm "Haiyan", der im November die Philippinen verwüstet hatte, herabgestuft worden. Die Meteorologen warnten aber, der Sturm bleibe "groß und sehr stark".

Am Montag könnte "Vongfong" den Süden der Hauptinsel Kyushu erreichen, so die Wetterbehörde. Der 19. Taifun der Saison droht am Dienstag auch Tokio zu erreichen. Anfang der Woche war der Taifun "Phanfone" über Japan gefegt und hatte neun Menschen in den Tod gerissen.

cr/chr