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Europa

Schwerer Schlag gegen die "Cosa Nostra"

Einer der meistgesuchten Verbrecher Italiens ist der Polizei auf Sizilien ins Netz gegangen. Der Mafia-Boss Domenico Raccuglia war seit 15 Jahren auf der Flucht.

Domenico Raccuglia und vermummter Polizist (Foto: AP)

Verhaftet: Domenico Raccuglia

Der italienische Innenminister Roberto Maroni sprach von "einem der härtesten Schläge gegen die Mafia-Organisationen seit Jahren". Der nun gefasste Domenico Raccuglia sei die Nummer zwei der "Cosa Nostra", berichteten Ermittler. Er zählte zu den 30 meistgesuchten Kriminellen Italiens.

Der 54-Jährige sei in einer Wohnung in der Nähe der Stadt Trapani im Westen Siziliens aufgegriffen worden, teilten die Behörden mit. Raccuglia versuchte noch über eine Terrasse zu fliehen, wurde aber von Polizisten aufgehalten, die das Haus umstellt hatten. Bei der Festnahme wurden auch Waffen beschlagnahmt. Die "Nummer 1" des Verbrechersyndikats, Matteo Messina Denaro, ist indes weiter flüchtig. Er wird ebenfalls im Westen Siziliens vermutet, wo sein Machtzentrum liegt.

3 x lebenslang

Insgesamt werden Raccuglia fünf Morde zur Last gelegt. In Abwesenheit wurde er bereits dreimal zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Obwohl auch Raccuglias Frau von der Polizei observiert wurde, zeugte er nach Informationen der Nachrichtenagentur Ansa mit ihr ein Kind.

Jubelnde Menschen mit sizilianischer Flagge (Foto: AP)

Große Freude auf Sizilien: Menschen feierten spontan die Verhaftung des Mafia-Bosses

Erst vor zwei Wochen war es der italienischen Polizei gelungen, lange gesuchte Mafia-Bosse der neapolitanischen "Camorra" festzunehmen. Binnen weniger Stunden konnten die Brüder Pasquale, Salvatore und Carmine Russo verhaftet werden - ihr "Russo-Clan" wurde damit zerschlagen.


Autor: Christian Walz (ap/dpa/afp/rtr)
Redaktion: Rainer Esser