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Aktuell Amerika

Schwerer Cyber-Angriff macht den USA zu schaffen

Der kürzlich China zugeschriebene Angriff auf die Personalverwaltung der US-Regierung ist wohl noch verheerender gewesen als zunächst befürchtet. Laut "Washington Post" wurden auch streng geheime Informationen gestohlen.

Das ganze Ausmaß dieses Hacker-Angriffs auf das Office of Personal Management (OPM) in Washington, bei dem die Daten von Millionen aktiven und ehemaligen Regierungsangestellten der USA abgegriffen wurden, ist nach offizieller Darstellung noch nicht erfasst. Gleichwohl berichtet die "Washington Post", dass es den mutmaßlich chinesischen Angreifern gelungen sei, auch hochsensible, sicherheitsrelevante Informationen abzugreifen. Nach Informationen der Zeitung laufen Ermittlungen zu zwei verschiedenen Angriffen auf die Datenbank.

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Informationen über CIA-Agenten gehackt?

Gespeichert sind dort demnach Informationen über das Privatleben und die Finanzlage von Regierungsmitarbeitern, ihre Familie, Freunde, Nachbarn und Auslandskontakte. Da die Datenbank möglicherweise auch Angaben über CIA-Agenten enthalte, könnten diese von den Hackern enttarnt werden, schreibt die Zeitung weiter.

Die Behörde untersuche jetzt, wie viele Menschen tatsächlich von dieser Cyber-Attacke betroffen seien, zitiert das Blatt OPM-Sprecher Samuel Schumach. In der vergangenen Woche hatte die US-Regierung mitgeteilt, bei dem Angriff auf das Netzwerk der Personalverwaltung seien persönliche Daten von bis zu vier Millionen aktiven und ehemaligen Regierungsangestellten abgegriffen worden.

Unverschlüsselt gespeichert

Der Angriff wurde demnach bereits Ende 2014 vor der Einführung neuer Sicherheitssysteme verübt. Die Gewerkschaft der Regierungsmitarbeiter kritisierte, wegen der mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen hätten die Hacker womöglich die Daten aller Mitarbeiter der Bundesbehörden abgegriffen. So wurden beispielsweise die Sozialversicherungsnummern unverschlüsselt gespeichert.

US-Ermittler gehen davon aus, dass China hinter dem Cyberangriff auf die Bundesverwaltung steckt. Peking hat die Vorwürfe als "grundlose Anschuldigungen" zurückgewiesen.

se/kle (afpe, Washington Post, dpa)