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Fußball

Schwerer Auftakt für deutsche Clubs

Der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach starten als einzige deutsche Vertreter in die Europa League. Die Clubs rechnen sich Chancen aus, obwohl gleich zum Auftakt auf beide dicke Brocken warten.

Wenn der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach in die Europa League starten, soll der Grundstein gelegt werden, um endlich die seit Jahren miserable Bilanz der Bundesliga im "kleinen" Europapokal aufzubessern. In der vergangenen Saison schied mit Eintracht Frankfurt der letzte deutsche Vertreter bereits in der Zwischenrunde aus. 2009 stand mit Werder Bremen zuletzt eine deutsche Mannschaft im Finale. Der letzte deutsche Titelträger ist der FC Schalke, der 1997 den UEFA-Cup gewann.

Allerdings wartet auf Wolfsburg und Mönchengladbach zum Start gleich jeweils der vermeintlich schwierigste Gruppengegner: Die "Wölfe" müssen zum FC Everton (Anstoß 21:05 Uhr MESZ), dem derzeitigen Tabellenelften der englischen Premier League. Die Borussia empfängt den FC Villarreal (Anstoß 19 Uhr MESZ), der in der spanischen Primera Division momentan den achten Rang belegt.

Allofs: "Ungetrübte Vorfreude"

Fußball Bundesliga 6. Spieltag: VfL Wolfsburg TSG 1899 Hoffenheim Klaus Allofs (Foto: Jens Wolf/dpa)

Vfl-Manager Klaus Allofs

"In der Champions League haben sich die deutschen Mannschaften in den letzten Jahren sehr gut präsentiert. In der Europa League war es nicht so doll", sagte Wolfsburgs Manager Klaus Allofs vor der Rückkehr des VfL auf die internationale Bühne nach über 1600 Tagen Abstinenz. "Da gibt es eine Menge nachzuholen, und damit möchten wir gleich im ersten Spiel beginnen." Klagen von Spielern, die sich wegen der Dreifach-Belastung mit Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League beschweren, hat Allofs in den eigenen Reihen nicht vernommen. "Wir haben im vergangenen Jahr so hart darum gekämpft, im internationalen Geschäft wieder dabei zu sein. Es herrscht bei uns eine ungetrübte Vorfreude", sagte der Manager.

Stürmer Ivica Olic blieb mit Blick auf die Gruppengegner eher vorsichtig. "Wir dürfen jetzt nicht sagen, dass wir Favorit sind", erklärte der Kroate. Mit dem aktuellen französischen Spitzenreiter OSC Lille, FK Krasnodar aus Russland und dem FC Everton habe man starke Konkurrenz im Kampf um den Einzug in die K.o.-Runde. "Wir müssen sehen, dass wir unter die ersten zwei Teams kommen. Für dieses Ziel würde ich gern ein Tor schießen", sagte der Kroate.

VfL-Gegner Everton hofft derweil auf den möglichen Einsatz von Stürmer Samuel Eto'o. Der 33 Jahre alte ehemalige Fußball-Nationalspieler Kameruns laborierte zuletzt an einer Leistenverletzung und hatte das jüngste Premier-League-Duell bei West Bromwich Albion verpasst. Coach Roberto Martinez stellte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz aber in Aussicht, dass der Neuzugang vom FC Chelsea bei der Rückkehr der "Toffees" auf die europäische Bühne wieder zur Verfügung stehen wird. Erste Wahl im Sturmzentrum ist allerdings der Belgier Romelu Lukaku, den Wolfsburg in der Sommerpause gerne verpflichtet hätte.

Villareal nur ein Tor schlechter als Barcelona

Borussia Mönchengladbach Jubel Max Kruse (Foto: Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images)

Max Kruse (2.v.r.) soll auch gegen Villareal wieder treffen

Bei Mönchengladbach ist Max Kruse spätestens seit seinem glanzvollen Comeback beim 4:1 gegen Schalke der große Hoffnungsträger für das Duell mit dem FC Villareal. Gemeinsam mit André Hahn und Raffael soll der Nationalspieler auch gegen das "Gelbe U-Boot" wirbeln. Kruse, Hahn und Raffael gelten dank ihrer Offensivstärke als das Prunkstück der Borussia. Kruse, der in der vergangenen Saison mit zwölf Toren und zwölf Vorlagen der Top-Scorer der Borussia war, hatte den Saisonstart wegen einer Harnleiter-Operation verpasst. Nun scheint es fast, als wäre er nie fort gewesen. "Max ist wieder da, und er hat noch viel vor. Wir alle kennen seine Qualitäten", sagte Trainer Lucien Favre.

Qualitäten, die auch gegen die starken Spanier zur Geltung kommen sollen. "Villarreal spielt sehr diszipliniert, hat nach drei Spieltagen erst ein Gegentor kassiert", warnte Favre. "Gegen Barcelona haben sie nur 0:1 verloren, das sagt schon alles. Punkt."

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