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Ostmitteleuropa

Schwere Vorwürfe gegen ehemaligen Chef des Polnischen Fernsehens

Lodz, 22.03.2004, DZIENNIK LODZKI, poln.

Elzbieta Wielawska- Sauk, Abgeordnete der Partei Recht und Gerechtigkeit, will eine Anfrage an den Justizminister Polens richten. Es handelt sich um Verschwendung öffentlicher Gelder durch das öffentlich-rechtliche Polnische Fernsehen (TVP). Sie erwägt sogar die Möglichkeit, eine Strafanzeige gegen den ehemaligen Vorsitzenden des Polnischen Fernsehens, Robert Kwiatkowski, bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten.

"Der ehemalige Fernsehchef Robert Kwiatkowski hat unter dem Vorwand von Sparmassnahmen viele erfahrene Journalisten entlassen. Die wirklichen Ursachen dieser Kündigungen waren jedoch rein politischer Natur. Alle entlassenen Journalisten haben vor dem Arbeitsgericht mit Erfolg geklagt und das Fernsehen wurde gezwungen, hohe Abfindungen und Entschädigungen zu zahlen, sowie die Gerichtskosten zu erstatten", sagt Elzbieta Wielawska-Sauk, die selbst von dem lokalen Fernsehsender " TVP Lodz" entlassen wurde.

"Das Polnische Fernsehen ist ein staatliches Unternehmen und wenn die Steuerzahler gewusst hätten, wie ihr Geld verschwendet wird, hätten sie keine GEZ -Gebühren mehr bezahlt und sie wären im Recht. Es wird behauptet ,dass es an Geld für Fernsehproduktionen und -sendungen mangelt, aber in Wirklichkeit wird das Geld für Entschädigungen verschwendet, die auf fehlerhafte Entscheidungen zurückzuführen sind", fügte Elzbieta Wielawska-Sauk hinzu.

Von der Entlassungswelle wurden alle Regionalsender des Polnischen Fernsehens getroffen, aber bei dem Sender "TVP Lodz" gab es die meisten Kündigungen. Es wurden neun Journalisten entlassen, d.h. ein Drittel der gesamten Belegschaft. Für die Abfindungen und Entschädigungen sowie für die Gerichtskosten wurden bisher 320 000 Zloty ausgegeben. (...) (sta)

  • Datum 22.03.2004
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  • Permalink http://p.dw.com/p/4p12
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