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Aktuell Amerika

Schwere Tornados wüten in den USA

Wieder sind mehrere US-Bundesstaaten von einer Serie zerstörerischer Tornados heimgesucht worden. Mindestens 29 Menschen kamen ums Leben.

Besonderes betroffen ist der Bundesstaat Indiana, in dem nach Angaben der Behörden mindestens 15 Menschen ums Leben kamen. Der 2000-Einwohner-Ort Marysville wurde dem Erdboden gleichgemacht, in der etwa gleich großen Nachbargemeinde Henryville gab es ebenfalls extreme Sturmschäden. In Kentucky starben durch schwere Stürme mindestens zwölf Menschen. Insgesamt wurden rund 50 Tornados in sieben Bundesstaaten registriert. Betroffen waren auch Alabama, Illinois, Missouri, Ohio und Tennessee. Dort hätten die Wirbelstürme bei Chattanooga eine über einen Kilometer lange Schneise der Verwüstung geschlagen, berichteten US-Medien. Dutzende Häuser seien zerstört worden.

Extrem gefährliche Situation

Der US-Wetterdienst warnte, die Situation sei extrem gefährlich. "Zerstörerische Tornados, Hagelkörner mit mehr als sechs Zentimetern Durchmesser, Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 112 Stundenkilometern und gefährliche Blitze sind möglich." Die US-Fernsehsender zeigten Bilder von umgestürzten Schulbussen, abgedeckten Häusern und Holzgebäuden, von denen nur noch der Boden übriggeblieben war.

Verwüstungen durch Wirbelsturm in Indiana (Foto: Reuters)

Verwüstungen durch Wirbelsturm in Indiana

Schon am Mittwoch waren Tornados über den Mittleren Westen der USA hinweggezogen und hatten große Zerstörungen angerichtet. Mindestens zwölf Menschen wurden getötet. Erst im Januar hatten nach Angaben des Wetterdienstes 95 Tornados in den USA gewütet und zwei Menschen getötet. 2011 hatte es in den Vereinigten Staaten die verheerendste Tornado-Saison seit dem Jahr 1936 gegeben. Insgesamt kamen 545 Menschen ums Leben, davon allein 134 am 22. Mai, als ein Wirbelsturm die Stadt Joplin im Bundesstaat Missouri verwüstete.

wl/nis (rtr,afp,dpa)