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Aktuell Nahost

Schwere Gefechte mit dem IS in Ostsyrien

Nach Angaben von Exilaktivisten gab es bei der Schacht um Deir Essor mindestens 135 Tote. Mehr als 80 davon seien Regierungssoldaten oder regimetreue Milizionäre.

Bei einer Offensive der Terrorarmee "Islamischer Staat" (IS) im Osten Syriens haben die Truppen von Präsident Baschar al-Assad und mit ihm verbündeter Kämpfer massive Verluste erlitten. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, griffen die Dschihadisten die von ihnen bereits teilweise kontrollierte Stadt Deir Essor aus mehreren Richtungen an.

"Massaker" durch IS-Dschihadisten?

Der IS sei in den Norden von Deir Essor, der Hauptstadt der gleichnamigen ölreichen Provinz, vorgerückt und habe den Vorort Al-Baghalijeh eingenommen. Allein in dem Vorort habe es mehr als 60 Todesopfer gegeben. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldete, der IS habe "ein Massaker" verübt und viele Zivilisten in Al-Baghalijeh umgebracht. Der Vorstoß der Islamisten sei aber abgewehrt worden. In lokalen Sendern war sogar von mehr als 250 ermordeten Zivilisten die Rede.

Der IS beherrsche nunmehr 60 Prozent des Großraums Deir Essor, teilte die Beobachtungsstelle mit. Ihre Angaben können wegen der unübersichtlichen Lage in dem Konfliktgebiet von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.

IS-Vorstoß zurückgeschlagen

Schwere Kämpfe meldete die Beobachtungsstelle auch aus der nordsyrischen Provinz Aleppo. Dort seien mindestens 16 IS-Kämpfer getötet worden, als ihr Angriff auf einen Militärstützpunkt nahe der Stadt Al-Bab gestoppt wurde. Nach diesen Angaben wurden die Regierungstruppen wieder von russischen Kampfflugzeugen unterstützt. Auch das syrische Staatsfernsehen meldete, die Assad-Einheiten hätten einen IS-Angriff abgewehrt.

SC/cw (APE, afp, rtr)

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