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Türkei

Schwere Explosion in türkischer Kurdenmetropole Diyarbakir

Bei der heftigen Detonation in der südostürkischen Stadt Diyarbakir hat es ein Todesopfer gegeben. Eine Person wird noch unter Trümmern vermisst, mehrere Menschen sind verletzt. Die Regierung spricht von einem Unfall.

Fünf Tage vor dem Referendum in der Türkei über die Ausweitung der Macht von Staatschef Recep Tayyip Erdogan ist es in der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir zu einer Explosion gekommen. Die schwere Detonation habe sich im Zentrum des Viertels Baglar nahe einer Polizeistation ereignet, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Ein Arbeiter kam ums Leben, eine Person wird noch vermisst, wie der türkische Innenminister Süleyman Soylu mitteilte. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Einen Anschlag, etwa von militanten Kurden, schloss Soylu aus. "Es gibt keine Intervention von Außen", sagte er. Arbeiter hätten ein gepanzertes Fahrzeug auf dem Gelände der Sondereinsatzpolizei repariert, als es zu der Explosion kam, hieß es. Das Büro des Gouverneurs erklärte, die genauen Umstände würden noch untersucht.

Sicherheitskräfte und Krankenwagen wurden in die Gegend geschickt. 

In den kurdischen Regionen der Türkei ist der Widerstand gegen Erdogan besonders groß. Dort kämpft auch die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gewaltsam gegen den türkischen Staat. Sie verübt seit Jahrzehnten immer wieder blutige Anschläge gegen Polizisten und Soldaten. Auch die EU und die USA haben die PKK als Terror-Organisation eingestuft.

se/stu (afp, dpa, rtr)

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