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Aktuell Asien

Schwere Erdbeben auf den Salomonen-Inseln

Zwei schwere Erdbeben haben die Salomonen-Inseln im Pazifik erschüttert. Es wurde Tsunami-Alarm ausgelöst. Die Bewohner stehen noch unter dem Schock schwerer Überflutungen Anfang des Monats.

Zwei Mal innerhalb weniger Stunden ist für die Salomonen-Inseln Tsunami-Alarm ausgelöst worden. Vorangegangen waren zwei heftige Erdstöße. Am Morgen registrierte die amerikanische Geologiebehörde (USGS) ein Beben der Stärke 7,6. Sein Zentrum lag südlich der Insel Makira etwa 23 Kilometer unter dem Meeresboden.

Das pazifische Tsunamiwarnzentrum schlug Alarm für die Inselgruppe Vanuatu und Teile Papua-Neuguineas, doch wurde der Alarm nach kurzer Zeit aufgehoben.

An den Südstränden gab es mehrere größere Wellen, aber keine zerstörerischen Überschwemmungen, wie ein Regierungssprecher telefonisch im neuseeländischen Fernsehen berichtete. Am späten Abend folgte ein zweiter Erdstoß der Stärke 7,7. Es folgte wieder eine Tsunami-Warnung für die Salomonen-Inseln, Vanuatu und Papua-Neuguinea.

Unrat, der durch die Überschwemmungen Anfang des Monats angespült wurde (Foto: Reuters)

Sieht aus wie nach einem Tsunami: Unrat, der durch die Überschwemmungen Anfang des Monats angespült wurde

Überflutungen durch schwere Regenfälle

Die Inseln hatten erst vor gut einer Woche verheerende Überschwemmungen erlebt. 23 Menschen kamen ums Leben, mehr als 9000 Menschen wurden nach Angaben von Hilfsorganisationen obdachlos. Betroffen war vor allem die Hauptinsel Guadalcanal, auf der die Hauptstadt Honiara liegt. Auslöser waren tagelange heftige Regenfälle.

Auf den Salomonen-Inseln leben insgesamt etwa 600.000 Menschen. Der Inselstaat liegt östlich von Papua-Neuguinea auf dem sogenannten pazifischen Feuerring, auf dem es regelmäßig zu Erdbeben kommt. Im Jahr 2007 waren auf den Salomonen nach einem Erdbeben der Stärke 8,0 und einem darauf folgenden Tsunami 52 Menschen ums Leben gekommen.

uh/hf (dpa,afp)