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Aktuell Amerika

Schwere Dürre in den USA

Verdorrte Maispflanzen, vertrocknete Sojabohnen so weit das Auge reicht - die Farmer in den USA sind verzweifelt. Es ist die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten. Vor allem im "Corn Belt" ist die Lage ernst.

Vertrocknete Maispflanzen (Foto: AP)

USA / Dürre / Farmingdale

Die USA werden nach Angaben von Landwirtschaftsminister Tom Vilsack derzeit von der schwersten Dürre seit fast 25 Jahren heimgesucht. Fast zwei Drittel des Landes seien betroffen, sagte Vilsack in Washington. In vielen Gebieten hat es seit acht Wochen nicht mehr richtig geregnet.

Die Trockenheit wird durch die seit Wochen anhaltende Hitzewelle verstärkt. Die Regierung fürchtet schwere Ausfälle bei den Ernten. Am schlimmsten sei die Lage im "Corn Belt" im Mittleren Westen mit den Bundesstaaten Illinois, Indiana, Iowa, Nebraska und Minnesota. Dort wird der meiste Mais in den USA angebaut. Aber auch Staaten wie Arkansas, Mississippi, Utah und Wyoming haben zu leiden.

 Farmer in Not

In rund 1300 Landkreisen in 29 Bundesstaaten wurde bereits der Notstand ausgerufen. Am Mittwoch sprach Vilsack im Weißen Haus mit Präsident Barack Obama über die Lage. Dabei ging es vor allem auch darum, wie in Not geratenen Farmern geholfen werden kann. Es handele sich um "eine sehr schwere Dürre", sagte Vilsack nach dem Treffen mit Obama. Die Lage sei derart ernst wie vermutlich seit 25 Jahren nicht mehr. Seit 1956 sei nicht mehr eine derart große Fläche von anhaltender Trockenheit betroffen worden, heißt es.

Bereits jetzt stehe fest, dass 38 Prozent der Maisernte schlecht bis sehr schlecht ausfällt, sagte Vilsack. Bei Sojabohnen seien es 30 Prozent. Besonders hart treffe es auch die Viehzüchter.

re/wl (afp, dpa)