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Welt

Schwere Überschwemmungen in Indien

Der Norden und Osten Indiens sind von anhaltenden Monsunregenfällen betroffen. Mehr als zwei Millionen Menschen mussten ihre Häuser verlassen, über 100 starben. Schwere Regenfälle erschweren die Rettungsarbeiten.

Eine Frau watet mit ihrem verletzten Kind durch die Fluten (Foto: AP/dapd)

Auf der Flucht vor den Fluten

Erst Pakistan, jetzt auch Indien: Sinnflutartige Monsun-Regenfälle in Indien haben Lehmhütten zum Einsturz gebracht und zwei Millionen Menschen im Norden und Osten des Landes aus ihren Häusern vertrieben. Die indischen Behörden meldeten am Montag (26.09.2011), in den vergangenen Wochen seien mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Die Bundesstaaten Orissa und Uttar Pradesh sind am schlimmsten betroffen. 600 Dörfer stünden allein in Orissa unter Wasser, meldete die "Daily News on India Today" auf Twitter. Hubschrauber seien unterwegs, um die Betroffenen der oft entlegenen Dörfer zu erreichen.

Die Rettungsaktionen würden durch die anhaltenden Regenfälle erschwert, meldeten die indischen Behörden. Viele Bewohner würden noch immer auf den Dächern ihrer Häuser und Uferböschungen auf Hilfe warten. Es handele sich um die zweite Flutwelle in diesem September, Anfang des Monats war es bereits zu schweren Überschwemmungen gekommen. Die Folge: Viele Flüsse, einschließlich des Ganges, führen bereits Hochwasser und treten jetzt über die Ufer. Die Behörden warnen, dass die Regenfälle auch in den kommenden Tagen anhalten werden.

Karatschi unter Wasser

Dorfbewohner tragen Hilfsgüter durch das Wasser (Foto: AP/dapd)

Viele abgelegenen Dörfer warten auf Hilfe

Auch Pakistan kämpft weiter gegen Überschwemmungen. Die pakistanische Katastrophenschutzbehörde NDMA meldete am Montag, dass bereits fünf Millionen Menschen in Pakistan von den Fluten betroffen und mindestens 226 ums Leben gekommen seien. Eine Millionen Häuser seien zerstört, riesige Flächen Ackerland wurden überflutet. In Karatschi, der größten Stadt Pakistans, stand das Wasser in vielen Straßen mehr als einen Meter hoch. Schulen wurden geschlossen. Gut 200.000 Menschen seien bereits vor den Fluten auf der Flucht, erklärte eine UN-Sprecherin in Genf.

Die alljährlichen Monsun-Regenfälle beginnen in Südasien in der Regel Anfang Juni und dauern bis Ende September. Das Wasser ist lebensnotwendig für die Region, denn die Regenfälle die Landwirtschaft mit dem nötigen Wasser versorgen. Doch sterben jedes Jahr Hunderte Menschen bei Unwettern und Überschwemmungen. Allein in Indien haben die Fluten der diesjährigen Regenzeit mehr als 900 Menschen das Leben gekostet. Solange der Regen anhält, wird die Zahl wohl weiter steigen.

Autorin: Naomi Conrad (dapd, dpa, epd)

Redaktion: Reinhard Kleber

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