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Alpinismus

Schweizer Bergsteiger stürzt im Himalaya ab

Der Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck ist am Mount Everest tot aufgefunden worden. Er war auf einer wenig genutzten Route unterwegs. Bergsteiger hatten gesehen, wie Steck auf rund 7800 Meter Höhe abgestürzt war.

Der wegen seiner spektakulären Schnellklettertouren im Himalaya als "Schweizer Maschine" in der Kletterszene bekannte Bergsteiger war auf einer relativ unbekannten Route zum Mount Everest unterwegs. "Er stürzte von einem Hang in der Nähe von Camp 2", sagte Durga Dutta Dhakal, Generaldirektor des nepalesischen Departements für Tourismus gegenüber der Deutschen Presseagentur.

Dhakal sagte, dass Stecks Leichnam nach Lukla geflogen wurde, dem nächstgelegenen Flughafen in der Region um den Mount Everest. Der Leiter der Expedition wolle Steck nun nach Kathmandu überführen, so Dhakal.

Neue Route ohne Sauerstoff

Der Alpinist hatte geplant, innerhalb von 48 Stunden sowohl den Mount Everest (8848 Meter) als auch den benachbarten Lhotse (8511 Meter) zu besteigen. Bereits vor einem Monat hatte ein US-Magazin berichtet, dass Steck plante, gemeinsam mit Tenji Sherpa, einem nepalesischen Bergführer, eine neue Route namens "Lhotse Traverse" ohne zusätzlichen Sauerstoff zu begehen.

Im Jahr 2013 hatte ein Streit zwischen drei europäischen Alpinisten, darunter Steck und mehreren nepalesischen Sherpas dazu geführt, die damalige Expedition abzubrechen. Steck, der bereits einmal den Everest bestiegen hatte, war nun zum ersten Mal nach seit seiner Besteigung zum Mount Everest  zurückgekehrt. Nach Informationen der örtlichen Touristeninformation ist Steck der erste Tote der diesjährigen Klettersaison am höchsten Berg der Welt.

In den sozialen Medien und auf Internetblogs der Bergsteigerszene war der Tod des 40-Jährigen Thema. "Schrecklich tragische Nachrichten haben wir über den Schweizer Bergsteiger Ueli Steck erhalten. Er ist auf Nuptse ums Leben gekommen", schrieb der amerikanische Bergsteiger und Blogger Alan Arnette.

"Steck war zum Zeitpunkt des Unfalls allein unterwegs, doch zwei weitere Bergsteiger hatten gemeldet, wie sie ihn von Nuptse, einem 7861-Meter hohen Gipfel in der Nähe des Mount Everest, haben fallen sehen", so Arnette.

Mehr als 5000 Kletterer haben im Laufe der vergangenen Jahrzehnte den höchsten Berg der Welt erfolgreich bestiegen. Im vergangenen Jahr erreichten 645 Kletterer den Gipfel des Mount Everest.

cgn/fab (afpe, ap, dpae)

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