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Politik

Schweigendes Gedenken an die Opfer des 11. September

Mit Schweigeminuten und Gedenkveranstaltungen ist in den USA und in aller Welt der fünfte Jahrestag der Anschläge vom 11. September begangen worden. El Kaida drohte den Golfstaaten und Israel mit neuen Attacken.

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Freunde und Verwandte gedenken in New York ihrer toten Angehörigen

11. September Gedenktag New York - Feuerwehrmänner

New Yorker Feuerwehrmänner bei einer Schweigeminute

In New York gab es am Montag (11.9.2006) insgesamt vier Schweigeminuten - zu den Zeitpunkten, zu denen damals Passagierflugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers einschlugen, sowie zu den Zeiten des Einsturzes dieser Türme. Angehörigen verlasen an dem Ort, an dem das New Yorker World Trade Center stand, die Namen der 2749 dort Getöteten. Viele Angehörige trugen Bilder der Toten mit sich und legten Blumen in die Wasserbecken, die am Fundament der beiden Türme aufgebaut wurden. Mehrere kämpften dabei mit den Tränen.

Eine Schweigeminute wurde auch am Verteidigungsministerium in Washington eingehalten. Dieses wurde vor fünf Jahren von einem dritten entführten Flugzeug getroffen, wodurch 184 Menschen in den Tod gerissen wurden. Eine Gedenkveranstaltung fand ferner an der Absturzstelle des vierten Flugzeugs in Shankville im US-Staat Pennsylvania statt, wo 40 Menschen umkamen.

Annan: "Die Angriffe haben uns alle bis ins Mark getroffen"

US-Präsident George W. Bush gedachte der Opfer in New York bei einem Treffen mit Feuerwehrleuten. "Es gibt da draußen immer noch einen Feind, der uns erneut solche Verluste zufügen will", erklärte Bush. Außenministerin Condoleezza Rice erinnerte an Hunderte Opfer aus mehr als 90 Ländern, die am 11. September 2001 getötet wurden. Die Anschläge seien ein Angriff auf die universellen Ideale von Frieden, Freiheit und Menschenrechten gewesen, sagte Rice in Washington. Dazu sagte UN-Generalsekretär Kofi Annan: "Die Anschläge vom 11. September 2001 haben uns alle bis ins Mark getroffen, weil sie ein Angriff auf die Menschlichkeit waren." Er mahnte, auch die Opfer anderer Terroranschläge auf der Welt dürften nicht vergessen werden.

Gedenken zum fünften Jahrestag von «9/11»

Versammlung an den Wasserbecken von 'Ground Zero'

Merkel sagte mit Blick auf die US-Geheimdienstgefängnisse für Terrorverdächtige, neben Entschlossenheit und internationaler Geschlossenheit sollten auch die "Achtung des Völkerrechts, Toleranz und Respekt vor anderen Kulturen die Maxime unseres Handels sein». Auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble betonte, man könne die Prinzipien des Rechtsstaates und des Völkerrechts nicht verteidigen, indem man sie aufgebe oder auch nur teilweise außer Kraft setze.

Die neuseeländische Ministerpräsidentin Helen Clark sagte zur Gefühlslage in vielen Teilen der Welt: Die Politik der USA nach dem 11. September 2001, insbesondere der Irak-Krieg, habe die Welt nicht sicherer gemacht.

El Kaida droht mit neuen Anschlägen

Das Terrornetzwerk El Kaida veröffentlichte im Internet ein Video, das El-Kaida-Chef Osama bin Laden und seine Gefolgsleute beim Planen der Anschläge vom 11. September 2001 zeigen soll. In einem von Al-Dschasira und dem US-Sender CNN verbreiteten Video drohte Bin Ladens Stellvertreter Eiman al-Sawahiri mit neuen Anschlägen in der Golfregion und Israel. (kap)

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