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Politik

Schweigeminute für die Opfer von 9/11

Die USA gedenken heute der Opfer der Terroranschläge vor acht Jahren. Eine Schweigeminute soll an den Augenblick erinnern, als Terroristen ein Flugzeug in den ersten Turm des World Trade Centers steuerten.

Rauch und Feuerball an den Türmen des World Trade Centers (Foto: AP)

Ein Bild, das sich ins nationale Gedächtnis eingebrannt hat

Pünktlich um 8.46 Uhr Ortszeit sollen die Amerikaner am Freitag (11.09.2009) mit einer Schweigeminute an die knapp 3000 Opfer der Anschläge erinnern. Behörden und Privathaushalte sind dazu aufgerufen, ihre Nationalflaggen auf Halbmast zu setzen.

Wie in den Jahren zuvor sollen auch die Namen der Menschen verlesen werden, die bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 getötet wurden. Terroristen hatten damals vier Flugzeuge entführt. Zwei davon steuerten sie in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York, ein weiteres in das Washingtoner Verteidigungsministerium, das Pentagon. Das vierte stürzte über dem Bundesstaat Pennsylvania ab.

Trümmerteile des World Trade Centers (Foto: dpa)

Knapp zwei Wochen nach dem Anschlag suchten Feuerwehrleute noch immer nach den Opfern

Barack Obama gedenkt der Opfer im Pentagon

Präsident Barack Obama will an einer Gedenkfeier im Pentagon teilnehmen. Im vergangenen Jahr hatte er noch als Geste der nationalen Einigkeit und des Patriotismus gemeinsam mit dem damaligen republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain Ground Zero in New York besucht. Überschattet werden die Gedenkfeiern vom Streit darüber, wie mit der Terror-Gefahr umzugehen sei.

Streit um die richtige Anti-Terror-Politik

Obama spricht nicht mehr wie sein Vorgänger George W. Bush von dem "Krieg gegen den Terror"; vor allem hat er einen Kurswechsel im Umgang mit Terroristen und Verdächtigen angeordnet. Folter in amerikanischem Namen soll es nicht mehr geben, das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo in Kuba bis Januar 2010 geschlossen werden. Dagegen wird Ex-Vizepräsident Dick Cheney nicht müde zu beteuern, wie sehr die neue "weiche" und "verunsichernde" Politik Obamas die Terrorgefahr in den USA erhöhe.

Baugrube von Ground Zero (Foto: AP)

Ground Zero acht Jahre danach: noch immer eine Großbaustelle

"Letzte Säule" kehrt zum Ground Zero zurück

Kurz vor dem achten Jahrestag der Anschläge wurde ein Stahlträger des damals zerstörten World Trade Centers zum Ground Zero zurückgebracht. Die mehr als zehn Meter hohe so genannte "letzte Säule" wurde bereits am Montag von einem Hangar des Kennedy-Flughafens zurück nach Manhattan gebracht. Auf dem Stahlträger hatten sich Arbeiter, Rettungshelfer und Familienangehörige von Anschlagsopfern zum Abschluss der Aufräumarbeiten im Mai 2002 verewigt. Er ist für ein Museum bestimmt, das an die Todesopfer der Anschläge erinnern soll.

Kostenexplosion für geplante Neubauten

Nach neuen Planungen könnte die Gedenkstätte bestenfalls zum zehnten Jahrestag von "9/11" fertiggestellt sein. Mit den Wolkenkratzern, die die zerstörten Zwillingstürme ersetzen sollen, ist nicht vor 2014 zu rechnen, fünf Jahre später als angepeilt. Das Gleiche gilt für den Bahnhof World Trade Center des spanischen Architekten Santiago Calavatra. Allein der symbolträchtige Freedom Tower wird nach neuen Angaben bis zu seiner Fertigstellung wenigstens 3,1 Milliarden Dollar verschlingen, das Dreifache der einst veranschlagten Baukosten. (mm/gri/dpa/ap/afp)