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Aktuell Europa

Schwedin soll Töchter zehn Jahre gefangen gehalten haben

Nur mit Mühe gehen können und kein Schulbesuch: Das ist offenbar das Schicksal von drei jungen Frauen in Südschweden, die ein Jahrzehnt lang zuhause eingesperrt waren - die "Wärterin" war die eigene Mutter.

Polizeiermittler verlassen das Haus in der schwedischen Gemeinde Bromölla, in dem die Frau zuletzt mit ihren drei Töchtern lebte (Foto: picture-alliance/epa/J. Nilsson)

Polizei-Ermittler verlassen das Haus im schwedischen Bromölla, in dem die Frau zuletzt mit ihren Töchtern lebte

In Schweden sitzt eine Frau in Untersuchungshaft, die ihre drei Töchter jahrelang zu Hause gefangen gehalten haben soll. "Es ist die Rede von über zehn Jahren", sagte eine Polizeisprecherin in der südschwedischen Provinz Schonen. "Sie konnten nicht zur Schule gehen."

Laut Medienberichten war die 59-Jährige aus der Gemeinde Bromölla festgenommen worden, nachdem sich eine der - erwachsenen - Töchter befreien konnte und per Telefon die Polizei alarmiert hatte. Die Zeitung "Aftonbladet" zitierte einen Nachbarn mit den Worten, die entkommene Tochter habe "kaum alleine gehen können". Die Mutter und ihre drei Töchter wurden auf einer Polizeiwache in Kristianstad befragt.

"Die Vorhänge dort waren immer vorgezogen und man hörte keinen Laut aus der Wohnung", sagte ein Nachbar der Boulevardzeitung "Expressen". Die Mutter sei mehrmals mit ihren Töchtern umgezogen. Damit habe sie offenbar verhindern wollen, dass der Vater der Mädchen seine Töchter zu Gesicht bekomme, so das Blatt weiter.

sti/kle (afp, dpa)