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Wirtschaft

Schwarze Liste der Lüfte

Die EU-Kommission hat am Montag mehr als 30 Flugzeuge der Pakistan International Airlines (PIA) auf ihre Schwarze Liste gesetzt. Auch die Airline des russischen Energiekonzerns Gazprom hat künftig Flugverbot in der EU.

Eine Boeing 747 der Pakistan International Airlines auf dem Manchester Airport - ab Mittwoch verboten

Eine Boeing 747 der Pakistan International Airlines auf dem Manchester Airport - ab Mittwoch verboten

Wegen Sicherheitsrisiken darf Pakistan International Airlines (PIA) die EU noch mit Maschinen vom Typ Boeing 777 ansteuern. Die EU-Kommission kritisierte, dass ältere Boeing- und Airbus-Maschinen dort nur sehr unregelmäßig und unzureichend gewartet würden. "Sicherheit muss ein integrierter Bestandteil des Managements einer Gesellschaft sein", sagte ein Fachmann der Kommission. Die neuen Boeing 777 würden extern gewartet und dürften deshalb die Linien nach Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande weiterhin bedienen.

Fünf bulgarische und neun russische Fluggesellschaften - darunter die Airlines der Energiekonzerne Gazprom und Lukoil - haben ebenfalls Flugverbot in der Europäischen Union: Die Behörden beider Länder hatten den Unternehmen entsprechende Flüge untersagt, nachdem sie die Sicherheitslage mit der EU-Kommission besprochen hatten. Zudem weitete die Brüsseler Behörde eine Beschränkung für Air West aus dem Sudan zu einem generellen Flugverbot aus. Die Flugverbote treten am Mittwoch (7.3.) in Kraft.

Phuket Air plötzlich wieder sicher

Erstmals strich die Kommission auch zwei Unternehmen von der Liste, nachdem Sicherheitsmängel behoben wurden: Dies gilt den Angaben zufolge für Phuket Air (Thailand) und DAS Air Cargo/Dairo Air Services (Uganda/Kenia). Insgesamt stehen nach Angaben von EU-Fachleuten nunmehr gut 100 Fluggesellschaften auf der Schwarzen Liste. Etwa die Hälfte von ihnen biete nur Frachtflüge an.

Sicherheitsprobleme sehen die Europäer vor allem bei asiatischen und afrikanischen Airlines. Die Kommission strich 49 Airlines von der Liste, nachdem diese ihren Betrieb eingestellt hatten. Davon stammten allein 33 aus Äquatorialguinea, sieben aus Kirgisien und sechs aus dem Kongo. Zugleich verhängte sie Flugverbote gegen zehn neue Unternehmen: Fünf davon stammen aus dem Kongo, vier aus Kirgisien und eines aus Äquatorialguinea.

Schlupfloch geschlossen

Die Schwarze Liste wurde Ende 2005 nach einer Serie von Flugzeugunglücken, von denen auch EU-Bürger betroffen waren, beschlossen. Sie wird regelmäßig aktualisiert, um die Fluglinien zum Nachbessern ihrer Sicherheitsstandards zu motivieren. Zuvor konnten Fluggesellschaften, die in einem EU-Staat keine Start- und Landeerlaubnis erhielten, einfach in ein anderes EU-Land mit weniger strikten Auflagen ausweichen. (ana)

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