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Sport

Schwangerschafts-Curling

Curling spielt man zu viert. Eigentlich. Kanadas Damen-Team macht da derzeit eine Ausnahme.

Kristie Moore beim Curling in Vancouver (Foto: AP)

Sportliche Schwangere: Kristie Moore (l.)

Denn neben Skip, Dreier, Zweier und Lead hat die Mannschaft ein fünftes Mitglied: Der mittlerweile rundliche Bauch von Kristie Moore verrät es: Hier wächst ein kleines Curling-Talent heran. Moore ist im fünften Monat schwanger und hatte die Spiele im Heimatland beinahe schon abgeschrieben. Sie zögerte eine Weile, ehe sie den Verband informierte, doch zu ihrer Überraschung hatten die Funktionäre damit kein Problem: "Wir haben darüber gesprochen und sie sagten mir, dass das nichts ändere. Sie wollten mich trotzdem im Team für die olympischen Spiele", freute sich Moore.

Hoffnung auf Gold - trotz Babybauch

Curlen mit Bauch liegt bei den Moores übrigens in der Familie: Schon die Mutter von Kristie Moore warf weiter fleißig Curlingsteine, als sie Kristie erwartete und davor, als Sohn Chad unterwegs war. Erst eine Woche vor der Geburt legte sie eine Verschnaufpause ein. Ähnlich sieht es Tochter Kristie, die noch bis zum achten Schwangerschaftsmonat spielen will – und in Vancouver auf Gold hofft. Sollten die Kanadierinnen ihrer Favoritenrolle gerecht werden, wäre Moore jedoch nicht die erste schwangere Olympiasiegerin: Die schwedische Eiskunstläuferin Magda Julin gewann 1920 in Antwerpen Gold und war im dritten Monat schwanger.

Ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, weiß Curlerin Kristie Moore noch nicht. Ist eigentlich auch nicht so wichtig, denn Hauptsache ist ohnehin für sie: "Es wird ein Curler!"

(jw, dpa, rtre, afp)