1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Deutschland

Schutzzone am Kölner Dom geplant

Die Silvesternacht in Köln warf auf die Polizei kein gutes Licht. Ihr waren fehlende Planung und Vertuschung vorgeworfen worden. Nun will man aus den Fehlern lernen und für den nächsten Jahreswechsel vorbereitet sein.

Massenhaft Diebstähle, Böller, die in die Menge geworfen wurden und hunderte Anzeigen wegen sexueller Belästigung - die vergangene Silvesternacht verlief in Köln katastrophal. Vor allem in der Gegend um Dom und Hauptbahnhof hatte die Polizei keine Kontrolle über die Geschehnisse. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Einem Zeitungsbericht zufolge soll es zum kommenden Jahreswechsel eine Schutzzone rings um den Dom geben.

"Besonderer Schutz"

Die Stadt schließe auch eine Absperrung der Kathedrale mit Zäunen nicht aus, berichtet die "Kölnische Rundschau". Mit den Maßnahmen wolle man verhindern, dass erneut Panik ausbreche, Böller in die Menge geworfen und Raketen auf den Dom geschossen würden. "Der Dom ist ein Bereich, der besonderen Schutz benötigt", erklärten Polizeipräsident Jürgen Mathies und Stadtdirektor Guido Kahlen der Zeitung.

Silvesternacht vor dem Hauptbahnhof in Köln (Foto: picture-alliance/dpa)

Zahlreiche Kleinkriminelle machten sich das Chaos in der Kölner Silvesternacht zunutze

Sie kündigten an, beim nächsten Jahreswechsel zusätzlich deutlich mehr Polizisten und Ordnungskräfte einzusetzen. "Wir wissen, dass dann die ganze Welt schaut, ob wir unsere Lektion gelernt haben", sagte Kahlen. Um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu erhöhen, soll es außerdem entlang sensibler Bereiche fest installierte Leuchtstrahler geben. Die Polizei habe der Stadt zur Umsetzung des Beleuchtungskonzeptes entsprechende Empfehlungen übermittelt, hieß es in dem Bericht. Die Ausleuchtung sei zudem wichtig, um im Fall von Straftaten verwertbares Bildmaterial zu haben.

1000 Anzeigen

In der Silvesternacht hatten Gruppen von Männern - nach Zeugenaussagen vor allem mit nordafrikanischem und arabischem Aussehen - Frauen am Kölner Hauptbahnhof eingekreist, bedrängt und bestohlen. Insgesamt gingen zu den Vorfällen über 1000 Anzeigen ein, rund die Hälfte davon wegen einer Sexualstraftat.

nin/sti (dpa, afp, kna)